Zwei Jahre Kletterspass im „clip ’n climb“ Mainz

Unsere Große ist eine Mischung aus Bergziege und Affe. Klettern gehört seit eh und je zu ihren Lieblingsaktivitäten. Als im Mai 2016 in unserem Nachbarstadtteil Hechtsheim die Kletterhalle „clip ’n climb“ eröffnet wurde, war das sozusagen ein Feiertag für sie. Und gefeiert wurde dort auch schon. Kindergeburtstage. Ferientage. Und nun kann das clip ’n climb schon selbst Geburtstag feiern! Alles Gute zum 2jährigen! Grund genug, heute ein paar Worte zu dieser etwas anderen Kletterhalle zu schreiben.

Das Besondere am „clip ’n climb“ ist, dass sich hier wirklich sehr kreative Köpfe die lustigsten Kletterwände ausgedacht haben. Es gibt insgesamt 31 Kletterlinien, an denen man um die Wette kraxeln kann, sich den Weg im Dunkeln nach oben sucht, eine Bohnenranke heraufsteigt,… Das Highlight sind sicherlich die Freifallrutsche und der Sprung an den Boxsack in luftiger Höhe. Nur etwas für die ganz Mutigen. Schaut euch die abwechslungsreichen Klettervariationen auf der Website an, auf der ihr natürlich auch alle weiteren Informationen findet (Öffnungszeiten, Preise,…)! Eine Besonderheit ist außerdem die namensgebende Technik: Das Prinzip „Einklicken und Losklettern“ ist tatsächlich kinderleicht, denn die Abseilautomatik macht den Kletterpartner am Boden, der einen sichert, überflüssig.

Gerade wenn das Wetter nicht so dolle ist, bietet das „clip ’n climb“ also für alle Eltern mit Kids ab 4 Jahren die Möglichkeit, etwas Spaßiges zu unternehmen und sich dabei eine Stunde lang sportlich zu betätigen. Den Faktor „sportliche Betätigung“ muss man natürlich mögen. Ich bin kein großer Sportler. Deshalb hab ich mich bislang nicht dort ausprobiert, sondern lieber mit einem Buch im „Ausguck“ gesessen und dem munteren Treiben bei einem Latte Macchiato zugesehen. Für hungrige Zeitgenossen oder zur Stärkung nach dem Klettern gibt es primär Pizza. Oder Eis. Es lässt sich jedenfalls gut dort aushalten. Im Gegensatz zu vielen anderen Kletterhallen oder auch Indoorspielplätzen ist es im „clip ’n climb“ nämlich sogar hell. Auch die Geräuschkulisse ist angenehm, die die Kletterer sind konzentriert bei der Sache. Wer wie ich faul im Cafebereich rumhängen möchte, braucht bei Kindern bis 12 Jahren eine Begleitperson mit an Bord, die bei den Kids mit herumläuft. Erst ab 12 können die Kids mit einer Einverständniserklärung ganz allein die Halle erkunden.

Die Große liebt das Klettern im Allgemeinen und das „clip ’n climb“ im Speziellen. Ich bewundere sie regelmäßig für ihren Mut, ihre Ausdauer und ihr Geschick. Sie will ganz nach oben. Alle Hindernisse und Schwierigkeiten überwinden. Und so ist ein Besuch in einer Kletterhalle letztlich doch mehr als eine spaßige Freizeitaktivität, sondern auch ein bisschen Persönlichkeitsbildung. Die Worte des bekannten Bergsteigers Edmund Hillary, der 1953 als Erster den Mount Everest bezwang, gelten im Kleinen auch für die Kinder, die erstmals vor der großen, bunten Kletterwand stehen:

„Es ist nicht der Berg, den wir bezwingen – wir bezwingen uns selbst.“

clip 'n climb

Kleiner Nachtrag:

Etwa ein Jahr nach diesem Blogbeitrag war auch unser Junior mit seinen 4 Jahren zum ersten Mal hier. So richtig mutig war er noch nicht. Auf jedem Spielplatzklettergerüst hätte er sich vermutlich mehr zugetraut – ganz ohne Sicherung. Oder vermutlich gerade deshalb, weil ihn das Seil und der Klettergurt möglicherweise etwas irritiert haben. Er traute dem System nicht so recht und zog es vor, auch wieder nach unten zu klettern. Seine Freundin war bereits das zweite Mal in der Kletterhalle und schaffte es an diesem Tag an einer Kletterlinie bis ganz nach oben! Respekt!

Der Kleine zog trotz seiner eher zurückhaltenden Herangehensweise am Ende das Resümee: „Das war cool!“ Na, das ist ja die Hauptsache! In ein paar Monaten bekommt er bestimmt eine neue Chancen. Wenn er dann 5 Jahre alt ist.

4 Gedanken zu “Zwei Jahre Kletterspass im „clip ’n climb“ Mainz

  1. Patrick Möller schreibt:

    Da kenne ich noch so eine Kletterziege. Ich war mit Alina auch schon oft dort. Höhenangst ist für die junge Dame ein absolutes Fremdwort, ganz im Gegensatz zu mir.

    Gefällt 1 Person

    • mainzelmama schreibt:

      Ja, unsere Mädels passen da sehr gut zusammen. Auch im Freizeitpark erwiesen sie sich als gleichabenteuerlustig. Wusste noch gar nicht, dass du nicht gern hoch oben bist. Bei mir sind diese kletterwände ja auch einfach nicht mit meinen langen Fingernägeln vereinbar. Bleiben wir eben bodenständige Typen!

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