Gonsenheim & der Lennebergwald

Gonsenheim ist – meiner Meinung nach – der schönste Mainzer Stadtteil! Und da ein langjähriger Freund dort wohnt, mit dem ich gestern verabredet war, erschien es uns naheliegend, dass wir unter den hohen Bäumen Gonsenheims und dann hinein in den Lennebergwald flanieren. Gerade auch weil die Mittagssonne vom Himmel brannte, war diese Wahl definitiv die allerbeste!

Den Rest der Familie ließ ich gestern daheim, weil wir etwas länger spazieren gehen wollten statt direkt am nächsten Spielplatz zu versacken. Außerdem hatte sich morgens spontan netter Besuch angekündigt, so dass meine Lieben ebenfalls gut unterhalten waren und ich ohne schlechtes Gewissen von dannen ziehen konnte. Grundsätzlich hätte unsere Tour aber auch reichlich für die Kinder geboten, so dass ich heute gerne für einen Ausflug in diese Ecke von Mainz werben möchte.

Wir begannen unsere Tour im Villenviertel. In Gonsenheim gibt es sensationelle Häuser zu bestaunen und immer etwas zu entdecken. Sogar unser Kleiner hatte beim Häusergucken seinen Spaß, als ich mit ihm vor einer Weile durch Gonsenheim schlenderte, während die Große dort auf einem Kindergeburtstag war. Damals, als diese Villen erbaut wurden, hatten die Leute offenbar noch mehr Liebe zum Detail als das heute der Fall ist. Und sie waren auch bereit, ihr Geld für das repräsentative Äußere ihrer Wohnstätte auszugeben. Für einen beeindruckenden Zaun, hübsche Erkerchen, einen parkähnlichen Garten,… oder sonstigen Schnickschnack. Hier müsst ihr unbedingt einmal durch die Straßen nördlich der Finther Landstraße und der Breiten Straße schlendern. Ich weiß gar nicht mehr, wo wir genau gelaufen sind, aber auf jeden Fall kamen wir durch die Friedrichsstraßen, die Luisenstraße und dann in die Vierzehn-Nothelfer-Straße, wo wir eine kleine Schaukelrunde auf dem dortigen Spielplatz einlegten. Den Spielplatz kann ich euch auch wirklich als kleines Zwischenziel an eurem Gonsenheim-Ausflugstag ans Herz legen.

Von dort waren es nur noch ein paar Schritte bis zum Lennebergwald. Mainz und Rheinhessen sind sehr waldarme Gegenden. Neben dem Lennebergwald gibt es noch den Ober-Olmer Wald, der eher das ist, was ich mir unter „Wald“ vorstelle: Viele Bäume, Vogelgezwischer und sonst nichts. Der Lennebergwald hat dagegen noch ein bisschen drumherum, was ich persönlich mag. Da kommt man mal an einer Hütte vorbei, an einer kleinen Kapelle oder an einer Trimm-dich-Anlage.

Und es gibt ein verlockendes Ziel: Den Turm. Damit ist nicht nur der Lennebergturm selbst gemeint (den man gestern leider nicht besteigen konnte), sondern vor allem auch die gleichnamige Gastronomie. Dort nahmen wir unter großen Sonnenschirmen unser Mittagessen auf der Terrasse ein. Für mich ein Schnitzel, mein Freund hatte sich für einen „Turmburger“ entschieden.

Gut gestärkt zogen wir weiter durch den Budenheimer Teil des Lennebergwalds, auf meinen Wunsch hin vorbei am Schloss Waldthausen in Richtung Forsthaus und Grillhütte, denn ich wollte euch unbedingt ein Bild von den dortigen Spielmöglichkeiten machen.

Neben der Grillhütte ist nämlich auch der Waldkindergarten „Die Bäumlinge“ und die Kids haben draußen so manches holzbasierte Gimmick zur Unterhaltung. Wir hatten die Grillhütte mal von der Arbeit aus für ein Sommerfest gebucht und fanden es dort sehr gemütlich. Vielleicht also den nächsten Kindergeburtstag an der langen Tafel im Wald mit einem Picknick feiern?

Auf dem Rückweg waren wir froh über die Existenz von Handy und GPS. Irgendwann kann man doch einmal die Orientierung verlieren. So richtig gut war die Beschilderung jedenfalls nicht.

Schwupps, waren vier Stunden vorbei und es wurde höchste Zeit, dass ich mich auf den Rückweg mache, denn um 16 Uhr waren mein Liebster, die Kids und ich bei Freunden in Ebersheim zum Grill-chill-out in deren Garten eingeladen. Beim nächsten Mal werden wir aber sicherlich wieder Halt im „Wanderheim“ machen, um dort einen enorm leckeren Salat zu essen, den ich hier wärmstens empfehlen möchte!

Mein Fazit: Ein ganz hervorragender Tag, der die Bezeichnung „Feiertag“ überaus verdient hat! Ein Hoch auf Gonsenheim, die Schönheit der Natur, die menschliche Kreativität und auf die Freundschaft!

Und das Beste: Das war nur ein Teil von dem, was ich euch für einen Gonsenheim-Ausflug empfehlen möchte. Da gibt’s noch einiges mehr zu erzählen. Beim nächsten Mal dürfen die Kids auch wieder mit 😉

Ein Gedanke zu “Gonsenheim & der Lennebergwald

  1. Castros schreibt:

    Zum Spielplatz: Unter anderem die gepflegte Wohngegend hat es wohl möglich gemacht, dass es sich dort einbürgerte, dass dort Spielplatzequipment von Anwohnern und Besuchern zum Spielen zurückgelassen und geparkt wurden. So stehen dort auch mal ein Bobbycar, Bagger und anderes Sandspielzeug, damit andere Kiddies damit spielen und wieder wegstellen können, damit die Nächsten damit spielen können. So schön könnte es sein! Leider zeigt die Erfahrung, dass in 90% aller anderen Spielplätze das Zeug innerhalb weniger Tage geklaut oder kaputtgeschlagen wird.

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