Zum 10. Geburtstag: Der Soundtrack einer Kindheit

Unsere kleine Mausi hat schon wieder Geburtstag. Sie wird 10! Die erste Dekade ist geschafft! 10 Jahre, in denen sie ein fröhliches, freundliches, friedliebendes Mädchen war, mit Freude und Musik im Herzen. Immer wieder erstaunlich und auch löblich ist zugleich ihre Genügsamkeit. Materielle Dinge braucht sie kaum, Spielsachen hatte sie schon immer vergleichsweise wenig. Und daher ist die Liste an Geburtstagswünschen auch in diesem Jahr recht überschaubar geblieben. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Gedanken zum Thema Schenken und mein Lieblingsmotto: Zeit statt Zeug! Mein Liebster und ich haben uns auch dieses Mal daran gehalten und sehen davon ab, sie mit Zeug zu überschütten, sondern haben lieber unsere Zeit investiert, um ihr etwas zusammenzustellen, dass man schon zu unseren Jugendzeiten als Liebesbeweis verschenkte. Damals noch auf Kassette, zwischenzeitlich im MP3-Format oder aber auf beinahe altmodischen CDs. Mixtapes. Und davon 2. Eines von Papa, eines von Mama.

Die Best-of-CD von Papa war eigentlich fast schon ein expliziter Wunsch: Eine Zusammenstellung der „Ärzte“- und „Tote-Hosen“-Lieder, die mein Liebster gelegentlich auf der Gitarre zum Besten gibt. Wie oft hat sie bereits mitgesungen bei „Du willst mich küssen“…

Daraufhin kam mir auch die Idee für eine CD. Ich beschloss die Lieder zusammenzustellen, die uns in den letzten 10 Jahren begleitet haben. Weil sie ständig im Radio liefen. Oder weil sie ständig bei uns daheim liefen, da ein kleines Mädchen sie immer wieder anhören wollte. Meistens eine Mischung aus beidem, also Hits der letzten Jahre, die vermutlich jeder von euch kennt.

Ich will euch heute darüber erzählen.

2008 lief I’m yours von Jason Mraz und war ein echter Ohrwurm, so wunderbar beschwingt. Eine schöne Message transportiert das Lied nicht nur musikalisch, sondern auch im Text, zum Beispiel an folgender Stelle:

Well open up your mind and see like me
Open up your plans and damn you’re free
Look into your heart and you’ll find love love love love
Listen to the music of the moment people dance and sing
We are just one big family
And it’s our God-forsaken right to be loved loved loved loved loved

Eine Loblied auf die Liebe und das Leben im Jetzt und Hier. Schluss mit dem ewigen Zögern, los geht’s! Ein schönes Startlied!

Die süße Lena und ihr Song Satellite machte Deutschland 2010 zum Gewinner des Eurovision Song Contests. Lena singt davon, wie sie um ihren Liebsten herumkreist wie ein Satellit und sich stets bemüht, ihm zu gefallen: Sie hat extra neue Unterwäsche gekauft, sich die Haare hübsch gemacht und die Fußnägel lackiert. Auf lackierte Nägel legte meine damals zweijährige natürlich bei ihrer Mutter keinen Wert und auch schicke Dessous hätten sie kaum beeindruckt. Dennoch war sie meine Erde und ich der Satellit. Wie das bei Müttern einfach ist. Alles dreht sich um die kleinen Lieblinge. Übrigens haben wir dieses Jahr zum ersten Mal gemeinsam den ESC geschaut, die Große und ich. Und ich denke, es werden noch viele Jahre folgen – worauf ich mich freue!

Mausi war schon sehr früh ein großer Youtube-Fan. Und ein Musikvideo, dass sie lange faszinierte, war das Gotye-Cover von Somebody that I used to know, in welchem die Jungs und das Mädel von Walk of the earth gemeinsam an einer Gitarre spielen. Aber auch das Original fand sie super. Und erst recht die deutsche Parodie von Y-Titty. Toll, auf welche kreativen Ideen man so kommen kann. Wer weiß, welche lustigen Ideen unser Töchterchen noch in den nächsten Jahren haben wird…

Netterweise teilen mein Mädchen und ich die Vorliebe für südländische Musik. Spanisch, Portugiesisch,… Latin Dance! Unvergesslich ist sicherlich, wie sie als Dreijährige zu Balada von Gusttavo Lima an der Poolbar tanzte, als wir auf Kreta waren. Tschetscheretsche! Passend dazu auch Ai se eu te pego von Michel Telo. Hier verlinke ich euch mal das lustige Tanzvideo dazu, das bei uns einst hoch und runter lief.

Apropos Tanzen: Das totale Partylied dieses Jahrzehnts kam ja eigentlich aus der Schlagerwelt. Und es war wirklich verblüffend, dass es so ein Hit wurde und sowohl Kindergartenkinder als auch alte Leute anzusprechen schien. Obwohl der Text… naja… vielleicht eher für frisch gebackene Abiturienten gedacht war. Die Rede ist von Helene Fischer und Atemlos! Ich werde das Lied nochmal für unser irgendwann 16jähriges Mädel rausholen, wenn sie wirklich durch „die Clubs der Stadt zieht“ 🙂 Das Video ist übrigens… naja, guckt es euch mal an: Helene im Cabrio und mit lustigen Tänzern… Schlager hab ich mir echt mal anders vorgestellt.

Weiter geht’s auf Deutsch mit Andreas Bourani und Auf unsLied des Weltmeisterjahres 2014, in dem unser Junior das Licht der Welt erblickte. Und ein Fußballhit musste natürlich mit auf die CD. In eine ähnliche Richtung geht Legendary. Mit diesem Song hatte mein Liebster ein selbst zusammengeschnittenes Video unterlegt, dass Mausi beim Kunstradfahren zeigt. Es war als Motivation für den nächsten Wettbewerb entstanden.

Weiter mit den Hobbies: seit der ersten Klasse singt unsere Große im Chor. Wenn mal nicht für ein Musical geübt wurde, wünschten sich die Kids ein paar aktuelle Songs zu singen. An diese Zeit werden sie die Lieder Lieblingsmensch und Seite an Seite erinnern.

Unsere ausgeglichene, freundliche Tochter hat übrigens eine überraschende Vorliebe für Katastrophen. Tsunamis, Wirbelstürme, Erdbeben,… Auch der Untergang der Titanic war daher enorm faszinierend für sie. Und so hat sie sogar schon den Film mit Leo & Kate gesehen. Bei der Gelegenheit lernte sie Celine Dion kennen und My heart will go on.

Was auch auf keinen Fall auf der CD fehlen darf, ist Hollywood Hills von unserem lieben Samu. Das hat unser Papa daheim schon ganz oft auf dem Klavier gespielt, deshalb hab ich hier auch die tolle Akustikversion verlinkt. Außerdem erinnert Hollywood Hills uns natürlich an die diversen Castingshows, die wir bereits zusammen verfolgt haben – mit Samu in der Jury. Ist aber schon wieder eine ganze Weile her. Ich denke, wir werden uns zukünftig auf „Dein Song“ beschränken, wo Kinder und Jugendliche sich mit ihren selbstkomponierten Sachen bewerben können. Das ist doch oft schon recht beeindruckend.

Danach wird’s Zeit für lustige Musik, die etwas crazy ist und uns zudem an Urlaube erinnert: Den Medicopter Mainz17 haben wir im letzten Kretaurlaub ganz, ganz oft gehört. Und es ist auch ziemlich klasse, was die Medizinstudenten sich da ausgedacht haben. Respekt! Gangnam Style stimmt uns hingegen ein wenig auf unseren diesjährigen Urlaub ein, der noch ansteht: Südkorea. Und als kleines Mädel fand Mausi das Video enorm witzig.

Danach geht es wieder in den sonnigen Süden: Despasito und Sofia sind zwei Lieder, mit denen man unsere Süße hervorragend morgens aus dem Bett bekommt und die gute Laune verbreiten. Ich suche noch ein Lied, mit dem ich sie abends auch INS Bett bekomme 😉 Übrigens machten sich verschiedene Menschen die Mühe, die anzügliche Botschaft von Despasito auch Spanischunkundigen zu vermitteln. Tomás übersetzt und erklärt es wörtlich, dieser junge Herr hier hat es einfach ins Deutsche übertragen und ich finde ihn durchaus überzeugend mit seinem jugendlichen Charme.

Und zum Schluss Mausis aktuelles Lieblingslied: Namikas Je ne parle pas francais, das unser Soundtrack zum Französischlernen im übernächsten Schuljahr wird. Wirklich ein toller Ohrwurm! Das letzte überzeugende Argument gegen Latein als zweite Fremdsprache.

Voilà – das ist das Mixtape zum 10. Geburtstag. Hab ich was vergessen?

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