Kleiner Strandurlaub am See – in Kahl am Main

Urlaubsfeeling eine Stunde von Mainz entfernt – mit Sandstrand, kühlem Wasser, italienischem Essen und bester Gesellschaft. Das war unser Start in den Juli.

Der 1. Juli ist ein besonderer Tag – der Geburtstag meines Schwiegervaters, den ich wirklich sehr gern habe. In der Regel können wir nur selten mit ihm Geburtstag feiern, weil er in den letzten Jahren im Sommer stets am Balaton weilte. Aber dieses Jahr war das anders. Und dann war der 1. Juli auch noch ein Sonntag, also ein Tag, an dem alle prinzipiell Zeit hatten. Ich wollte auf jeden Fall etwas mit meinem Schwiegervater unternehmen, damit dieser Tag etwas besonders für ihn wird. Und selbst hatte er keine Pläne gefasst. „An meinem Geburtstag mach ich das, was ich sonst auch am Plattensee mache. Nichts!“, war die Auskunft auf meine Frage nach seinen Plänen. Tja, nur diesmal war da nicht einmal der gewohnte See. Als ich meinen Liebsten fragte, was wir machen wollen, meinte dieser: „Es soll heiß werden. Ich dachte, wir gehen mit den Kindern ins Schwimmbad.“ Ich zog ein langes Gesicht. Igitt, Schwimmbad… Mein Vorschlag, er möge mit den Kindern ins Schwimmbad gehen und ich mit seinem Vater einen Ausflug machen, stieß nicht auf Gegenliebe. Ich solle mich doch bitte auch einmal am „Familienprogramm“ beteiligen. Als ob ich das NIE tun würde… Naaaaja! Wir vertagten die Diskussion. Und dann rief meine Mutter an und fragte: „Was macht ihr denn am Sonntag?“ Wie lustig. Sie hätte Zeit und Lust auf eine Wiedersehen. Ihr Startpunkt: Würzburg. Die Aufgabenstellung stand also fest: Kombiniere Schwiegervaters Geburtstag mit Badevergnügen auf halber Strecke zwischen Mainz und Würzburg.

Am Samstag fuhr ich meinen Schwiegerpapa überraschen (während die anderen drei im Schwimmbad waren), setzte mich bei ihm ins Wohnzimmer und verkündete: „Morgen wird nicht nichts gemacht! Wir machen einen Ausflug! Quasi an den Plattensee. Nur näher.“ Und so war es dann auch. Sonntagmorgen um 9 Uhr stand er bei uns und wir düsten über die A3 am Frankfurter Flughafen vorbei Richtung Bayern ins kleine Örtchen Kahl. Das liegt genau an der bayerisch-hessischen Grenze, gehört zum Landkreis Aschaffenburg und hat viel Wasser zu bieten! Die fast 8.000 Kahler Einheimischen und sämtliche Leute aus den Ecken Aschaffenburg und Hanau haben die Qual der Wahl, die sich mir am Samstag zunächst auch stellte:

Fahren wir an den Ostsee (Campingsee), den Westsee (Freigericht West) oder ins Waldseebad, das am See mit den klangvollen Namen Emma-Nord liegt???

Auf der Website zum Campingplatz und den Kahler Seenbädern kann man sich glücklicherweise ganz gut informieren und auch ein paar Videos gucken, um sich eine Meinung zu bilden. Ich entschied mich für das totale Urlaubsfeeling: Den Ostsee mit viel Sand!

Um 10 Uhr trafen wir meine Mutter dort auf dem Parkplatz, bekamen an der Kasse einen Supersondertarif und staunten wenige Minuten später über die schöne Örtlichkeit. Um diese Uhrzeit war noch wenig los, wir hatten freie Platzwahl. Also ließen wir uns unter einem Baum direkt zwischen Kinderbadebucht, Spielplatz und Kiosk nieder. Großartig.

Während die Kinder eine erste Runde ins Wasser gingen und die Große mit ihrem Vater direkt die lustigen Wasserattraktionen ansteuerte, blieben Oma und Opa gemütlich auf der Decke liegen und unterhielten sich. Meine Mama und mein Schwiegerpapa haben sich schon immer gut verstanden, sehen sich natürlich aber nicht allzu oft. So gab es auf jeden Fall genügend Gesprächsstoff.

Mittags nahmen wir ein leckeres Essen auf der Terrasse des ansässigen Restaurants ein. Auf dem Tisch standen Salate, Schnitzel, Pommes, Pizza, Bruschetta – und alle waren mit ihrem Essen sehr zufrieden. Auch der aufmerksame Kellner verdient hier ein öffentliches Lob.

Beim Essen hatten wir die ganze Zeit Sicht auf den Minigolfplatz und unser Junior quengelte regelmäßig, wann wir denn endlich dorthin gehen würden. Er, der noch gar nicht wirklich Minigolf spielen kann, aber irgendwie während unseres Kretaurlaubs Minigolf positiv abgespeichert hat. Also ging’s direkt nach dem Essen an die 18 Bahnen. Mein Schwiegerpapa hatte seit Jahrzehnten nicht mehr Minigolf gespielt und zierte sich zunächst, wurde aber natürlich von uns zu seinem Glück gezwungen und konnte definitiv gut mithalten. Am Ende war meine Mutter die Siegerin der Partie.

Als wir zu unserem Platz zurückkehrten, war Rimini-Feeling ausgebrochen: Nun war der Strand richtig voll geworden mit bunten Handtüchern und Familien, die sich im Wasser tummelten. Aber gerade im Wasser bekam man dennoch längst keine Platzangst und die Kinder gingen mit ihrem Papa noch einmal planschen, während mein Schwiegerpapa auf der Decke in der Sonne vor sich hinbrutzelte und ich mit meiner Mama einen kleinen Erkundungsmarsch machte. Danach konnten wir vermelden: Wer etwas mehr Ruhe sucht, wird auch bei Hochbetrieb einige Meter weiter durchaus noch fündig!

Die Kinder hätten noch weiter am und im See verweilen können. Gerade durch den Sandstrand waren sie sehr happy, es gab immer was zum patschen und matschen. Nach einem Imbiss-Kaffee für die Männer und einem Eis für die Kinder und Damen machten wir uns aber bereits um 16 Uhr wieder auf den Rückweg. Mein Schwiegerpapa wollte noch mit seiner lieben Gattin zu Abend essen, für uns stand morgen wieder die Arbeit auf dem Programm und zudem die Vorbereitung eines Übernachtungskindergeburtstags, wie ihr vielleicht schon gelesen habt.

Aber wir halten jedenfalls fest: Der Kahler Campingsee ist für einen Kurzurlaub auf jeden Fall empfehlenswert! Und wer dort wirklich urlauben will: Es gibt auch kleine Campinghäuschen vor Ort, die man mieten kann. Sicherlich gibt es in der Gegend noch mehr zu erkunden. Sehnsüchtig sind meine Blick beispielsweise immer wieder zum Wäldchen nebenan gegangen, wo man sicherlich schön hätte spazieren gehen können an diesem heißen Tag. Aber das konnten wir an diesem 1. Juli nicht mehr herausfinden…

2 Gedanken zu “Kleiner Strandurlaub am See – in Kahl am Main

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