Ein heißer Tag in Speyer: Besuch im Sea Life und ein gemütlicher Jugendherbergsabend

Als die Große bereits im Zeltlager verweilte und die Jungs noch bei mir in heimischen Gefilden, regte ich einen weiteren kleinen Ausflug an. Im Nachgang an meine kleine Germersheim-Tour zog es uns ins benachbarte Speyer, wo wir uns für eine Nacht in der Jugendherberge einquartierten.

Die besondere Herausforderung dieses Tages war die sommerliche Hitze. Es war wirklich sehr heiß. Gut, neben der Jugendherberge befindet sich direkt das Freibad. Das wäre eine Möglichkeit gewesen. Aber ich hatte mein Schwimmbad-Soll für dieses Jahr im Allgäu bereits reichlich erfüllt, fand ich. Also schlenderten wir am Rhein entlang zum Sea Life. Dort im Halbdunkel war es ebenfalls höchst angenehm temperiert und natürlich gab es einiges zu sehen! Ich war ganz angetan davon, dass das Sea Life insgesamt noch recht übersichtlich ist, man sich dort aber so manches gerade für Kinder ab dem Grundschulalter und interessierte Erwachsene ausgedacht hat, um diesen über das bloße Angucken der vielen verschiedenen Fische, Korallen, Seepferdchen & Co. auch inhaltlich ein wenig mitzugeben. So gab es z.B. eine Rallye durch’s Haus, bei der verschiedene Fragen beantwortet werden sollten (ihr wisst ja, ich mag Rallyes). Oder eine „Forscherwerkstatt“. Und wir hatten das Glück, zufällig zum Zeitpunkt der Fütterung am Ocean-Aquarium sein zu können, wo die großen Wasserschildkröten, Haie und andere Meerestiere ihr Futter bekamen. Begleitet wurde die Fütterung durch die Kommentierung einer jungen Mitarbeiterin, die das sehr charmant machte. Nun weiß ich, dass klassische Haie (auch hier gibt es ja verschiedene Sorten) nur ganz selten essen. So einmal im Monat! Oder noch seltener! Und Menschen mögen die eigentlich nicht, aber das wissen sie erst, wenn sie mal einen Menschen angeknabbert haben, weil sie das quasi nicht riechen können, sondern immer erst probieren müssen. Und dann gibt es fröhliche Fische, die einfach alles essen, was sie sehen. Und kein Sättigungsgefühl kennen! Also sozusagen wie bei mir, wenn ich Schokolade sehe. Da wird einfach alles gegessen, was kommt…

Nach dem Sea Life zog es uns in die Stadt, wo unser Junior plötzlich bei einem Restaurant mit schattigem Außenbereich in Sitzstreik trat. Er ließ sich einfach nicht mehr wegbewegen. Also blieben wir dort und tranken mega Traubensaftschole aus mega Gläsern. Dazu gab es Salat und für den Kleinen und mich ein Schnitzel mit Kartoffelsalat. Das tat gut, ich war am Verhungern gewesen. Und weil es schon so spät war, handelte es sich damit zugleich um unser Abendessen. In der Jugendherberge gab es dann nur noch eine Brezel mit Butter, was die Restaurantkosten wieder ausglich.

Ach, es war so entspannt in der Jugendherberge. Eigentlich hatten wir ja an der Strandbar direkt neben der Jugendherberge chillen wollen, aber die war überraschend voll gewesen und so machten wir es uns neben dem kleinen Spielplatz der Jugendherberge an einem der Tische gemütlich. Der Kleine fand direkt einen Kumpel in seinem Alter und war dann drei Stunden lang glücklich und zufrieden mit diesem unterwegs. Wir saßen währenddessen mit einer Familie aus dem Ruhrgebiet zusammen, deren Sohn allerdings schon 14 war. Zwischendurch lernte ich noch die sehr sympathische Oma des kleinen Kumpels kennen, die mit ihren Enkelkindern eine zweiwöchige Jugendherbergsrundreise durch Rheinland-Pfalz machte, was mich wirklich beeindruckte.  Wir hatten wirklich einen ruhigen und doch unterhaltsamen Abend bis um 22 Uhr alle in ihre Stockbetten gingen.

Am nächsten Morgen schlief der Kleine ewig. Irgendwann um 9 Uhr warfen wir ihn dann aus dem Bett, damit wir uns noch gemeinsam zum Frühstück setzen konnten bevor wir wieder zurück nach Mainz fuhren. Ist ja schon auch schön, wenn mal jemand das Frühstück für einen hinstellt und man am Ende nur seine Teller wegbringen muss. So viel Spaß für wenig Geld! Denn das war letztlich der Hammer: Unser Zimmer hätte uns 50 Euro gekostet, als Jugendherbergsmitglied bekommt man aber auch mal einen Gutschein für die heimischen Jugendherbergen geschickt, den ich dieses Mal einlöste. So nächtigten wir für 34 Euro in Speyer. Und da die Jugendherberge einem – allerdings offenbar nur auf Nachfrage – die PfalzCard kostenlos aushändigt, konnten wir kostenlos ins Sea Life! Man hätte sogar mit dem Zug bis nach Heidelberg fahren können! Tolle Sache! Also Empfehlung für euch: Auf nach Speyer, mal wieder Jugendherbergsfeeling genießen und es sich in dieser süßen Stadt gut gehen lassen!

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