Wieder vereint – meine Urlauber sind zurück!

Sie sind wieder da! Unsere Große kam am Mittwochabend aus ihrem ersten Zeltlager zurück und die Jungs am Donnerstagmittag wieder aus dem fernen Bulgarien ins heimische Mainz. Wir hatten wohl alle eine gute Zeit – egal ob daheim oder in der Fremde.

Während alle unterwegs waren, genoss ich es, einmal wieder schalten und walten zu können, wie ich Lust habe. Wenn ich nicht ständig mit Kopfweh zu tun gehabt hätte, wäre es natürlich noch netter gewesen, aber auch so habe ich die Zeit nutzen können, um mal wieder ein paar Freunde zu treffen, die ich schon länger nicht gesehen habe. Nach dem IKEA-Ausflug am Samstag stand noch ein geselliger Sonntag an: Erst haben mein Schwiegerpapa und ich den neuen Schreibtisch zusammengebaut, dann kam eine Freundin raus nach Ebersheim, mit der ich gemütlich auf der Terrasse saß und leckeren Obstsalat mit Brombeeren von der heimischen Gartenbrombeerhecke futterte. Im Mai hatten wir uns das letzte Mal gesehen, es gab also so manches zu erzählen.

Direkt im Anschluss düste ich nach Ginsheim zu einer langjähigen Freundin aus Studienzeiten. Dort erwartete mich ihr süßer Junior und dann ein sonniger Abendspaziergang am Altrhein hin zum Italiener, wo ich mir einen Hugo und einen Salat mit Pizzabrot gönnte. Das war fein!

Dann begann die Arbeitswoche wieder. Um ehrlich zu sein: Vielleicht hätte ich mir doch einen weiteren Tag freinehmen sollen. Oder die ganze Zeit. Ich war nun natürlich weder in Kassel noch in Rockenhausen, nicht einmal in Frankfurt, um zumindest eines der Museen von meiner Liste abzuhaken, die ich eigentlich mal besuchen wollte. Aber hey, wir haben endlich einen weißen Schreibtisch. Immerhin. Und ich war von Montag bis Mittwoch nach Abstimmung mit dem Chef sogar besonders viel arbeiten, um am Donnerstag ohne extra Urlaub zu nehmen, bei meinen Rückkehrern daheim sein zu können. Ach, wie urlaubssparsam…

Die Arbeitszeit hab ich mir am Montag zumindest noch mit einer ausgiebigen Mittagspause versüßt, in der ich einen Bekannten besuchte, der sein Büro im Ministeriumsviertel hat. Da es doch ziemlich heiß war, brachte ich uns einen netten Lunch vom Bahnhof mit und wir breiteten uns kulinarisch mit Salat und Tortellini an seinem Schreibtisch aus. So ein Einzelbüro muss genutzt werden! Bei uns hat das ja nur der Chef… Und da verging die Zeit. Huch, schon so spät, dachte ich beim Blick auf die Uhr und reiste mit dem total überhitzten Bus zurück zur Uni in mein Dreierbüro, das an diesem Tag allerdings ganz allein mir gehörte.

Erst um 18 Uhr verließ ich meinen PC und all den Kram auf meiner To-do-Liste, um mich noch einmal in die Mainzer Innenstadt zu begeben. Ich wollte die Gunst der Stunde nutzen und mich auf Stoffsuche begeben. Die dauerte dann bis 19.30 Uhr (dann schloss das Geschäft) und bis ich daheim war… tja, da war an diesem Tag nur noch Zeit für die ersten Nähmaschinenversuche. Unsere neue Nähmaschine lachte mich dabei nach einer Weile leider ziemlich aus, fraß das Garn von unten auf und rief: „Geh gefälligst erst noch einen Kurs machen, bevor du hier rumfuhrwerkst!“ Okay, verstanden – wir benötigen wieder einmal einen Nähkurs… Nun, damit war auch schon der Montag vorbei. Der Dienstag verlief ähnlich, aber gänzlich ungesellig. Da kam ich um 17 Uhr nach Hause, legte mich auf’s Sofa, konnte nur kurz ein Nickerchen machen, weil mein Kopf fast explodierte und hab mir deshalb zusammen mit der Schmerztablette noch einen Film reingezogen. LaLaLand hat mich leider nicht richtig mitgenommen, also schaute ich etwas bewährt-beschwingtes: Dirty Dancing 2. Wie im Original aus den 80ern darf auch dort Patrick Swayze die Hüften schwingen, aber dieses Mal nur in einer Nebenrolle. Die männliche Hauptrolle gehört einem mexikanischen Schauspieler mit dem hübschen Namen Diego Luna, der mich ein kleines bisschen an Ali von Ritmovida erinnerte, bei dem ich vor langer, langer Zeit auch mal ein paar Stunden Salsaunterricht hatte. Das Schöne an Dirty Dancing 2: es gibt tolle Latin Dance Music und ein junges, wahnsinnig verliebtes Paar, das überaus sexy miteinander tanzt und auch sonst sehr lieblich anzusehen ist. Ich teile mit euch mal ein Video vom schönsten Tanz – inklusive erstem Kuss 🙂

Nach dem Film war ich wieder fröhlich und bereit für eine Runde durch die Weinberge. Das war schön, im Abendrot, mit einem frischen Lüftchen. Ich hätte ewig weiterlaufen können, wenn es dann nicht dunkel geworden wäre.

Und schon war Mittwoch. Nach dem Büro nochmal Zeit, um daheim rasch zu spülen und etwas aufzuräumen. Dann stellte ich mich mit all den anderen Eltern in den Regen, um an der Grundschule auf den Bus mit den Zeltlagerkindern zu warten. Die Große wieder in die Arme schließen! Und das Resümee zu 10 Tagen Abenteuer ohne Eltern: Großartig, es hat sooooooooo viel Spaß gemacht. Nur die Toiletten waren scheußlich. Und am Abend setzte sie sich auf’s Bett und freute sich: „Ach, ist so ein Bett gemütlich!“

Die Jungs haben währenddessen in Bulgarien noch bis in den späten Abend hinein Party gemacht. Wahnsinn, was die für ein Durchhaltevermögen haben! Und das, obwohl sie am nächsten Morgen bereits um 5 Uhr aufstehen sollten, um pünktlich an den Flughafen zu kommen – wo dummerweise der Flieger glatt 2 Stunden Verspätung hatte. Die Berichterstattung aus Bulgarien hat mich insgesamt jedoch immer ziemlich beruhigt. Das Hotel war super auf Kinder ausgerichtet (weshalb wir es ja auch ausgesucht hatten) und meine Männer haben beide gut Anschluss gefunden.

Und wenn der Kleine jemanden zum Spielen hat und der Große jemanden zum Unterhalten, dann kann eigentlich nicht viel schief gehen. Sie saßen abends oft – ganz wie man es vom Männerurlaub erwartet – im dortigen „Bierkönig“, wo sogar die Hymne der Mainzer Mediziner erklang, die uns ja letzten Herbst schon im Kreta-Urlaub begleitet hatte. Ich würde sagen, der Ausflug in die Ferne war letztlich auf jeden Fall unterhaltsam, auch wenn es als „alleinerziehender Vater“ natürlich etwas anstrengender ist als mit der Mutti zu Hause gemeinsam das Kind zu unterhalten.

Tja, was ist nun mein Resümee? Es ist schön, einfach mal über sein eigenes Leben bestimmen zu können und sich nach niemandem richten zu müssen. Aber es ist auch schön, die Lieben wieder hier und Leben in der Bude zu haben. Unsere Große werden wir im kommenden Jahr wieder ins Zeltlager ziehen lassen. Ein Hoch also auf die Katholische Jugend Ebersheim, die so tolle Tage für die Kids organisiert! Wer wann die Welt mit dem Kleinen oder allein oder mit allen zusammen entdeckt, das ist noch auszuhandeln. Aber ich denke, ich werde in nächster Zeit den ein oder anderen Ausflug mit dem Kleinen machen, wenn die beiden anderen wieder jeden Samstag beim Fußball sind. Denn ich kann euch sagen: Ich hab richtig Lust auf Weltentdecken!

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