Nackt vor Angezogenen

Was eine catchy Überschrift, hm? Klingt nach einer erotischen Phantasie. Aber ich verspreche euch, ihr werdet beim Weiterlesen nicht erröten. Die Vorstellung, nackt durch die Welt zu laufen, während alle sich in ihrer Kleidung verhüllen, wäre eher einer meiner Alpträume. Und dennoch tue ich es – zumindest im übertragenen Sinne – immer wieder. Heute zum Beispiel. Ich vollführe heute einen Striptease für euch – einen Seelenstriptease, um genauer zu sein.

Es ist ein interessantes Gefühl einen Blog zu betreiben und dort private Dinge zu erzählen. Besonders krass ist der Moment, in dem man das Impressum schreibt: Dort gibt man sämtliche Kontaktdaten preis. Adresse, Handynummer – heilige Daten, würde ich sagen, die man eigentlich nicht jedem Wildfremden gibt. Das kostet Überwindung. In meinem Fall kostete es noch einmal extra Überwindung, da ich mit 17 Jahren einen Ex-Freund hatte, der es offenbar sehr lustig fand, meine damalige Adresse auf einer dubiosen Webseite zu veröffentlichen. Seitdem war ich immer gerne unsichtbar und habe mich regelmäßig darüber geärgert, dass ich einen so einzigartigen Namen habe. Im Gegensatz zu den Susanne Müllers oder Sabrina Schmidts gibt es mich nur einmal. Google findet immer nur mich. Und spätestens wenn man Bücher wie „The Circle“ gelesen hat, möchte man das Internet ohnehin gerne abstellen. Es ist ein großartiges Buch, das ich jedem ans Herz lege (nicht den Film, nein, bitte das Buch!). Ich habe nach zwei Dritteln des Buches ein paar Tage mit dem Lesen pausieren müssen, weil es mich zu sehr mitgenommen hat.

Ich war schon immer gerne unsichtbar (vor allem als Schülerin im Mathe- und Französischunterricht). Und in vielerlei Hinsicht bin ich ziemlich altmodisch. Oder nennen wir es „nostalgisch“. Erinnert ihr euch noch an die wunderbaren Nokia-Handys, die es einst gab? Damals achtete man auch noch auf das, was man in seinen Kurznachrichten schrieb, denn alle 160 Zeichen war eine SMS voll und jede kostete einst 19 Cent. Wer heute in die Klassen-Whatsapp-Gruppen von 10jährigen guckt, wünscht sich das definitiv auch wieder zurück. Ich bin froh, dass ich in einer Zeit geboren wurde, in der das Internet und die Mobiltelefonie erst aufkamen. Ich kannte noch das Davor. Und weiß, dass es ziemlich gut funktioniert hat, was ich recht beruhigend finde.

Aber das Internet ist da, sogar auf dem Handy und gruseligerweise immer häufiger in allen möglichen Gegenständen. Internet of things. Hm. Die totale Vernetzung. Und Datenschutzrichtlinien hin oder her: die totale Transparenz. (Ha, auch ich habe nun eine schöne Datenschutzerklärung auf dieser Seite – dank einer netten Motivatorin, die mir am Freitag ganz freundlich den Kopf gewaschen hat. Merci!) Vielleicht wird es also Zeit, sich daran zu gewöhnen, dass man gesehen wird. Teilweise ohne es zu merken. Teilweise weil man die Informationen selbst preisgibt. Wir leben in einer Welt, in der alle um Aufmerksamkeit kämpfen. Eigentlich nicht meine Welt. Eure vermutlich auch nicht. Aber vielleicht die unserer Kinder. Also dachte ich vor einigen Wochen, ich schaue mal, wie es sich anfühlt, wenn man sich aus der Anonymität herauswagt – und wurde die Mainzelmama.

Zwischenzeitlich habe ich 40 Blogbeiträge auf www.mainzelmama.com veröffentlicht. Jeden Tag verlaufen sich ein paar nette Menschen auf die Website. Es sind nicht allzu viele. Und überwiegend sind es Menschen, die ich persönlich kenne, aktuelle Freunde oder liebe Leute aus der Vergangenheit, mit denen ich eigentlich keinen Kontakt mehr habe, weil jeder seiner Wege gegangen ist. Der ein oder andere von ihnen hat sich aber freundlicherweise im Laufe der vergangenen Wochen als Leser geoutet und mir ein paar nette Zeilen per Mail zukommen lassen. Und ich habe mich jedes Mal gefreut wie ein Schneekönig, dass jemand mag, was ich da so erzähle. Mir wurde für die Tipps und Anregungen in Sachen Freizeitgestaltung gedankt. Das fand ich super, weil es der ursprüngliche Zweck dieses Blogs war. Noch mehr wurde aber hervorgehoben, dass es schön ist, an meinen Gedanken teilzuhaben. Das hat mich ein wenig erstaunt. Und verwirrt. Ich bin sogar noch jetzt ein wenig darüber verwirrt, weil die Rubrik „Gedanken“ ursprünglich überhaupt nicht eingeplant war und sich dann eben so ergeben hat. Ich habe mich eher als eure private Reiseführerin gesehen und wollte euch nicht unbedingt mit meinen Grübeleien, Einfällen und Stimmungen behelligen.

Es kommt mittlerweile immer wieder vor, dass Freunde, mit denen ich mich treffe, schon ziemlich gut darüber informiert sind, was ich in den letzten Wochen so erlebt habe. Das ist irgendwie lustig. Es stört mich auch gar nicht, sondern freut mich, wenn sich liebe Menschen für meinen Alltag interessieren. Was aber komisch ist, das ist die Tatsache, dass ich umgekehrt (zumindest bis zu einem Wiedersehen) nichts über diejenigen weiß, die so viel über mich wissen. Ich befinde mich in einer kommunikativen Einbahnstraße. Damit muss man erst einmal klarkommen… Daher heute erneut – auch wenn ich nerve – die Ermunterung, mir doch an dem ein oder anderen Tage auch eure Gedanken mitzuteilen. Lasst einen Kommentar unter dem Beitrag,hier auf meiner kleinen Website. Ihr wisst vermutlich gar nicht, wie schön es ist, eine Antwort zu bekommen! Man ist nicht mehr allein.

Allein. Das ist noch so ein Stichwort. Ich hatte euch heute einen Seelenstriptease versprochen und ich halte meine Versprechen natürlich, denn es passt sogar zum Thema – dem „Gesehen-werden“:

Vor vier Tagen habe ich von meiner aktuellen Hochstimmung erzählt. Diese hielt bis Freitag und dann kam der Umschwung. Mir platzt der Kopf, ich bin unzufrieden. Auf der Verhaltensebene äußert sich das bei mir darin, dass ich laufe. Und laufe. Und laufe. Ich habe das Gefühl, endlos laufen zu müssen. Kann ich natürlich nicht. Ich habe immerhin Familie. Und die läuft nicht so gern mit. Und ich bin zugleich jemand, der gerne schläft, also irgendwann das Laufen einstellen muss. Gestern Abend bin ich um 22 Uhr noch einmal raus, um durch den dunklen, stillen Ort zu gehen. Und habe dabei gegrübelt, weshalb ich derzeit so getrieben bin. Am Brunnen in der Ortsmitte kam die Erkenntnis:

Es ist die Sehnsucht nach Verbindung. Ich bin der Oberflächlichkeit in dieser Welt derzeit wieder so überdrüssig. So viel Small Talk. I need some „deep talk“.

Nicht, dass ihr mich für einen riesigen Hesse-Fan haltet, weil ich wieder eines seiner Gedichte wähle, um meine Stimmung auszudrücken, aber es ist ein Gedicht, in dessen Gedankenwelt ich mich seit jeher regelmäßig gut hinein fühlen kann:

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

 

Wenn ich in komischen Stimmungen wie dieser bin, dann lese ich gern Gedichte. Gestern Abend habe ich selbst eines in mein Handy getippt, dort am Brunnen in der Ortsmitte. Es reimt sich nicht, es ist nicht weltbewegend – aber ich möchte ihm einen Platz geben. Hier in aller Welt. Damit ihr wisst, was ich mir (neben stets guter Gesundheit) wünschen werde, wenn ich gleich noch losziehe, um nach Sternschnuppen Ausschau zu halten.

Gesehen werden

Mein Leben lang wünschte ich mir Unsichtbarkeit.
Doch natürlich wollte ich gesehen werden.
Wollte, dass ich jemandem wichtig bin,
nicht nur nützlich.
Wollte begeistern, nicht nur genügen.

Gehen wir auch heute wieder
mit einem flüchtigen Wort
aneinander vorbei?
Oder halten wir inne, blicken uns an?

In dieser Sternschnuppennacht wünsche ich mir
Deine Seele zu spüren,
von Deinem Geist inspiriert zu werden,
mit Deinem Herz in Einklang zu sein.

5 Gedanken zu “Nackt vor Angezogenen

  1. Sandro Ausalitos schreibt:

    Na gut, dann oute ich mich mal mit einem „Hallo“. Gehöre auch zu den Menschen in deiner Umgebung, die durch deinen Blog Blicke in deinen Alltag bekommen. Und zu denjenigen 99%, die keine Zeit und Lust haben, digitale Kommentare abzulassen. Aber bei dem Aufruf …
    Man kennt sich nur flüchtig, aber es ist irgendwie spannend. Die digitale „Sliver“ Variante unseres Stadtteils (ein uralter Film, bei dem ein Mann mit dem Fernrohr in einer amerikanischen Grossstadt die vielen vielen Nachbarn beobachtet hat. Kein guter Film, aber früher war das eben so).
    Ich fand es schon immer ein klein wenig mutig, so einen Blog zu betreiben. Sicherlich nicht wenn es darum geht, wie man die leckerste Marmelade zaubert, aber eben so wie in diesem etwas herausstechenden Beitrag. Die digitale Welt ist leider böse, und unser Stadtteilnur klein – daher ein für dich (noch) überschaubares Risiko.
    Ich könnte hier noch schreiben, aber eigentlich wollte ich dir nur einen kleinen Gefallen tun, und auf deinen Appell reagieren. Kurzum: ich freue mich, wenn im Posteingang zwischen nur noch nervigen Werbemails ein neuer Blogeintrag „announced“ wird. Und was und warum interessant ist ? Nun bei gleichartiger Umgebung haben Menschen ganz unterschiedliche Leben. Und man grübelt dann immer, was wenn mein Leben auch so wäre ? Würde mich das auch glücklich machen? Glücklicher? Wär das gar nichts für mich? ….
    Es beschäftigt einen selbst; und damit hat man gewonnen. Beim Foto machen übrigens genau so. Ich mach ganz gerne skurrile Bilder. Und man könnte sich fragen. Was will der „Dichter“ einem damit sagen ? – Meist nix. Aber wenn man es schafft, dass ein Betrachter mehr als 2 Sekunden auf dem Bild verweilt … hat man es geschafft. Die digitale Aufmerksamkeit gewonnen. Auch wenn (wie auch in deinem Fall) nur einer von 100 einen Kommentar hinterlässt. Meist tiefsinnig … „Gut gemacht“.
    Habe einen interessanten Artikel aus der „Psychologie aktuell“. Hat mir vor 10 Jahren mal eine Freundin eingescannt. Ging darum, was glücklich macht. Psychologen haben herausgefunden, dass es nicht das Erreichen von Zielen ist (das dicke Auto, die berufliche Position, …). Denn sobald man das erreicht hat, schaut man rechts und links (zum Nachbarn) rüber und das Streben nach dem noch höheren Ziel beginnt von vorne. Ergo: macht nur kurz glücklich. Glücklich machen laut den „Experten“ nur 3 Dinge. Und … eines davon ist „am Leben anderer teilhaben“. Also beispielsweise Opas Geschichte, wie er im Weltkrieg die Hühner vor den Russen gerettet hat. Warum ? Tags drauf denkt man noch einmal darüber nach. Es wirkt nach.
    So, mein Tag beginnt … und er wird hart.

    Gefällt 1 Person

    • Anonymous schreibt:

      Nun, deine Gedanken hatte ich bereits am Montag gelesen – da ich immer mehr Zeit damit verbringe das Leben zu betrachten, habe ich mir auch jetzt für die „Antwort“ Zeit gelassen. Ich gehöre sicherlich nicht zu den Menschen die sich auf diese Art unterhalten, aber sage niemals nie!
      Ich möchte gerne beim Thema Kommunikation bleiben. Beruflich muss ich ja sehr aktiv kommunikativ sein, privat bin ich das eher nicht. Fakt ist, dass das Miteinander immer mehr leidet, sprachlich, emotional, gedanklich, etc. Natürlich gibt es da auch schon wieder Studien, die braucht es aber nicht, wenn wir mit offenen Augen durchs Leben gehen. Sicherlich ist das eine Auswirkung der Globalisierung, aber trotzdem: es liegt an jedem Einzelnen die Wahl seiner Sprache, seines Handelns, seiner Gedanken bewusst zu steuern. In den Zeiten als ich noch regelmäßig Straßenbahn gefahren bin, konnte ich immer wieder hören wie Menschen, ja offenbar sogenannte Freunde, sich miteinander unterhalten. Und es nicht nur die Wahl der Worte, auch die Körpersprache hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Viele reden nicht einmal mehr in Sätzen, der ganze Körper drückt Anspannung und Unzufriedenheit aus. Warum?
      Weil die Welt da draußen (Internet und Co) und wissen lässt, was Mensch so alles noch „haben muss“ um glücklich zu sein, damit man „wer ist“, damit man „mithalten kann“…?
      Niemand wird gezwungen diese Sprache zu lernen, wir leben in einem freien Land, in einem totalen Überfluss, ohne Kriege und sonstige Katastrophen. Ich kann immer entscheiden! Aber das zwingt auch dazu, eine eigene Meinung zu haben und diese dann auch zu vertreten. Was bedeutet, wie kommuniziere ich diese, so dass sie auch verstanden wird? Wie kommuniziere ich mit mir selbst? Wie behandle ich meinen Körper? Was denke ich? Erst wenn ich mit mir selbst liebevoll umgehe bin ich in der Lage, ehrlich und frei mit anderen in Verbindung zu treten. Das ist ein lebenslanger Lernprozess. Ich lese zur Zeit das Buch „Wo bitte geht s denn hier zum Glück“ von Maike van den Boom, die die 13 glücklichsten Länder der Welt bereist hat und dort Interviews geführt hat. Alle Befragten, egal in welchem Land haben gesagt: Glück ist die Familie, die Freunde, die Natur, die Freiheit so zu leben wie wir wollen. Alle haben gesagt: es ist wichtig ein Kommunikationsnetz zu haben, Spaß am Leben zu haben – aber man darf nie die Erdung verlieren.
      Wie wäre es mehr Zeit zu investieren in das achtsame Reden, Handeln und Tun? Alles was wir tun und denken hat Auswirkung auf andere Menschen, weil wir alle in einem Lebensnetz schwingen. Wie oft verletzen wir uns selbst und andere, völlig unbewusst durch unüberlegtes Denken, Reden, Handeln? Die eigene Zufriedenheit steigt, diese gebe ich an mein Umfeld weiter, bewusst oder unbewusst, sie kommt an! Wenn wir uns das ins Bewusstsein rufen, wäre die Beeinflussung durch die Medien wesentlich geringer, wir brauchten die Internetwelt und Co. nur für das, was sie eigentlich sein sollte: Informationsquelle! Und echte Kommunikation, die uns allen gut tut, würde stattfinden. Unsere Kinder sind unsere Zukunft, wir sollten ihnen vorleben, dass die Welt nicht im Internet stattfindet und dass auch whats app nur ein Hilfsmittel zur Kommunikation ist, und dass man auch ohne facebook likes geliebt ist. Das können wir Erwachsene aber nur vermitteln, wenn wir es selbst leben. Wir haben es selbst in der Hand wie sehr ich mich von außen steuern lasse – aber das erfordert immer wieder ganz bewusstes Innehalten und Stopp sagen, seine Gedanken betrachten – wohin führen sie mich gerade – und wenn nötig – bewusst gegensteuern.
      Ich habe vor einiger Zeit beschlossen, meine eigene Revolution zu starten: Liebe das Leben, liebe es in seiner vollen Schönheit und gehe liebvolle mit allen Wesen auf diesem wunderbaren Planeten um. Eine lebenslange Aufgabe!

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    • mainzelmama schreibt:

      Lieber Nachbar,
      wie schön, dass du meinem Aufruf gefolgt bist und mir ein paar Zeilen – viele Zeilen – hinterlassen hast! Ich wusste noch nicht einmal, dass du hier auch im Publikum sitzt. Prima! 🙂
      Ja, am Leben anderer teilzuhaben, das ist es, was beglückt. Das haben dein alter Zeitschriften-Artikel und du sehr treffend auf den Punkt gebracht. Wenn wir nicht immer alle so busy wären und manchmal vielleicht auch weniger scheu hätten, ernsthaft zu fragen: Wie geht es dir? Was bewegt dich? Und zugleich auch solch eine Frage offener beantworten würden, wenn sie uns gestellt wird. Statt „Jaja, alles prima“ eine differenziertere Aussage. Irgendwie geht sowas im „Erwachsenenleben“, in dem man ständig nur funktionieren soll, viel zu oft unter. Zumindest ist das meine Beobachtung. Als Jugendliche redete man noch über Emotionen und das, was einen gerade umtreibt. Das Leben war nicht leichter, oft kompliziert, aber wahnsinnig intensiv. Mitunter fehlt mir das. Und deshalb bin ich immer wieder froh, dass es zwischen all den oberflächlichen Bekanntschaften, die man so hat, immer wieder dazu kommt, dass man zumindest ein bisschen ins Leben des anderen gelassen wird. Und wenn es nur die Aussage ist, dass gleich eine doofe Besprechung ansteht, oder der Wunsch formuliert wird, etwas zu erschaffen statt mit dem kränkelnden Töchterchen Prinzessin Lillifee zu gucken. Kleine Einblicke. Und dann drücke ich die Daumen und frage mich etwas später, wie es wohl weitergegangen ist. Immer spannend, auch die kleinen Dinge und Alltäglichkeiten.
      Übrigens: Deine Fotos sind großartig! Mein Favorit ist „Schneewittchen“. Du solltest dir ganz dringend die Zeit zwischen all den Alltagspflichten und -routinen nehmen, um weiterhin so schöne Bilder zu machen – und die natürlich auch in die Welt tragen. Ich plädiere für regelmäßige Dia-Abende mit Pizza und Mojitos 😉
      Have a nice day, Baumeister, und danke dir!
      Yasmin

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  2. Münzer schreibt:

    Aus dem blütenkranz auf meinem hut
    Falln die weissen blätter der jahre
    Fallen auch die schwarzen blätter der wut
    Mischen sich in meine haare
    Seltener verlässt mein herz den mund
    Zögernd strecken sich die hände
    In den strassenstaub für einen fund
    Langsam lieb ich meine wände
    Und ich habe keine zeit mehr
    Im spalier herumzustehn
    Und im refrain
    Ein bisschen mitzusingen
    Und all den bescheidwissern
    Hinterherzugehn
    Und jeden tag nach meiner wurst zu springen
    Und ich habe keine zeit mehr
    Ich stell mich nicht mehr an
    In den langen warteschlangen
    Wo man sich verkaufen kann
    Und ich habe keine zeit mehr
    Ich nehm den handschuh auf
    Ich laufe um mein leben und gegen
    Den lebenslauf

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    • mainzelmama schreibt:

      Das Gedicht könnte tatsächlich von Rilke sein – ist es aber nicht, wie ich rausgefunden habe. Von dir leider auch nicht, du verhinderter Poet 😉
      Keine Zeit mehr sich dem Mainstream zu unterwerfen… ja… Viele Zeilen dieses Liedes sprechen mir aus dem Herzen. Nicht alle. Die Sache mit der Kommunikation z.B. nicht so sehr. Aber auch an diesem Punkt kann ich ihn verstehen, wenn er manchmal besser den Mund hält.
      Hast du den Gundermann-Film zwischenzeitlich gesehen?

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