Was macht die eigentlich die ganze Zeit?! – Eine Statusmeldung

Der erste Monat des neuen Jahres ist bereits vorbei. Die Zeit hat ihren Turbo eingelegt und rast mit 180 km/h dahin. Ich bin gedanklich schon im Frühling. Gestern habe ich ein Wochenende in Nürnberg verabredet. Im April! Es ist nicht so einfach, viel beschäftigte Menschen und deren jeweilige Anhänge unter einen Hut zu bekommen. Doch wenn ich schon die Reise nach Nürnberg zu Sebastian antrete, dann will ich natürlich auch ein Date mit Julia haben, die nebenan in Fürth wohnt.

Im Anschluss habe ich ein Hotel für unseren Ausflug nach Stuttgart gesucht. Der ist Mitte Mai angesetzt. Nach längerem Hin und Her konnte ich mich sogar für eine Unterkunft entscheiden. Hurra! Nun sind also die Musical-Karten (Aladdin!) und die Behausung fix, dazu die Reisebegleitung in Gestalt meiner Mutter und ihres Freundes. Damit sind zwei schöne Erlebnisse in den kommenden Monaten bereits fest eingeplant und die Vorfreude kann sich breit machen. Die Detailplanung muss noch warten. Ob ich mit ein, zwei, drei oder null Kindern nach Nürnberg fahre, welchen Zug ich buche, ob ein Zwischenstopp bei der Familie in Würzburg erfolgen wird,… keine Ahnung. Und Ideen für das weitere Unterhaltungsprogramm in Stuttgart werde ich nun auch noch nicht sammeln, sondern mich einfach nur freuen, wieder einmal dorthin zu kommen. Und vor allem freue ich mich natürlich darauf, Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, die ich viel zu selten um mich habe.

Ich bin also mit dem Kopf in den Wolken und organisiere die Zukunft, damit sie tatsächlich so stattfindet wie gewünscht. Wer die Freunde in der Ferne treffen will, muss eben mal einen Termin dafür vereinbaren. Und wer sich im Musical verzaubern lassen möchte, der braucht Karten (und dafür schockierend viel Geld… aber gut… ich verdränge das nun einfach wieder…). Diese beiden Ausflüge sind jedoch nur der Anfang. Ich habe so viel vor in diesem Jahr: Nach Frankfurt ins Kommunikationsmuseum fahren und nach Kassel ins Museum für Sepulkralkultur, ein paar Tage mit meiner Mam bei den Buddhisten im Westerwald reflektieren, den Gutschein von einer Kölner Buchhandlung am besten vor Ort einlösen, öfter mal ins Kino gehen, endlich mit den Kids ins Mainzer Galli Theater kommen, meinen Liebsten regelmäßig mit Improtheater-Abenden erheitern (Karten für Impro am Valentinstag liegen schon daheim), mit einem guten Freund Schwarzlichtminigolf spielen und mit einem anderen in den virtuellen Welten Weisenaus spazieren gehen! Außerdem will ich mehr komische Ideen haben und sie auch umsetzen, inspirierende Bücher lesen und selbst mehr schreiben, Umarmungen bewusster spüren, mehr lachen, besser zuhören,…

In 2018 war ich mitunter etwas lethargisch und energielos. Aber 2019 fühlt sich von Anfang an besonders an. Wenn ich spontan ein Bild für dieses Jahr auswählen müsste, ein Symbol, dann kommt mir ein Partyluftballon in den Sinn: Bunt und rund und voll. Im Hinterkopf spukt außerdem ein wenig der Gedanke herum, das tolle Ballongefühl könnte platzen. Oder die Luft ist irgendwann raus. Zugegebenermaßen ist die hohe Energiedichte nämlich durchaus anstrengend. Das ist auch der Grund, weshalb ich schon ewig nichts mehr für den Blog geschrieben habe. Ich war einfach zu sehr mit dem Leben beschäftigt. Und obwohl wir wie immer viel unternommen haben, gab es wenig, von dem ich dachte, ich muss es in die Welt tragen. Wir haben Weihnachten, Silvester, Neujahr und meinen Geburtstag gefeiert. Alles war hervorragend! Wir waren im noch jungen Jahr schon auf einer Beerdigung. Und selbst diese war für einen eigentlich traurigen Anlass wirklich schön. Dann gab es da noch die Besuche von/bei Freunden und Bekannten sowie schöne Momente mit den Kindern und mit meinem Mann, mitten im Alltag. Eigentlich hätte ich viel zu erzählen gehabt – aber es wären lauter Einträge in der Kategorie „Gedanken“ gewesen. Oder ich müsste eine neue Kategorie einrichten: „Schon wieder da!“ Vieles im Leben wiederholt sich einfach – weil es irgendwie bewährt ist: Schon wieder in den Weinbergen spazieren, schon wieder im Kino, wieder in der Eisdiele, wieder den Nachmittag mit Freunden verbracht,… Gut, ein paar Dinge waren im Januar auch neu: Mein erster Besuch in Onkel Willy’s Pub (überraschend studentisch!) und meine erste Nacht in der Mainzer Neustadt (bei einer Freundin aus Studienzeiten). Aber da waren die Kids nicht dabei, also eigentlich keine Themen, die unter „Mainzelmama“ laufen… oder?

Im Januar gab es eigentlich nur einen Ausflug, von dem ich berichten wollte, weil ich mich freute, nun endlich ein paar familientaugliche Stellen in Oppenheim zu kennen. Vor ein paar Monaten war ich bereits zufällig einmal in diesem kleinen Städtchen am Rhein, hatte Zeit für einen Spaziergang, wusste aber nicht so recht, wohin ich gehen sollte. Nun waren wir im Januar Freunde besuchen, die mit Blick auf den Oppenheimer McDonald’s wohnen, total praktisch direkt um die Ecke vom Einkaufszentrum. Es war einer dieser wundervollen Januarsonntage. Kalt, aber schön sonnig. Wir packten die Kids nach unserem gemeinsamen Frühstück ein und zogen los in Richtung des Oppenheimer Tiergartens. Dort war es nun nicht allzu spannend, aber als Lockmittel ist „Tiere gucken“ meistens ganz gut. Im Sommer ist es bestimmt toll dort, wenn ein bisschen Programm geboten wird. Unsere Freunde erzählten beispielsweise, dass man dort auch zum Ponyreiten gehen könne.


Mein heimliches Highlight war das lange Mäuerchen, denn auf diesem ließ es sich ganz hervorragend am Zaun entlangbalancieren und nebenbei Kaninchen, Meerschweinchen, Geflügel und Pferdchen gucken. Besonders charmant war der klassische Hahn auf dem (noch dampfenden) Misthaufen.

Um den Tierpark herum gab es zwei Spielplätze, auf denen die Kinder verweilen wollten und ihren Spaß hatten bis uns langsam die Füße abfroren. Wir Großen standen zwar in der Wintersonne und quatschten über Gott und die Welt, aber wer nur rumsteht, dem wird irgendwann doch kalt und man muss sich früher oder später wieder warmlaufen. Wäre unser lauffauler Kleiner nicht dabei gewesen, hätten wir von dort noch den Schlenker zum Rhein laufen können. Aber ich war eh schon begeistert, wie fleißig unser Junior sich an diesem Tag zu Fuß fortbewegte. Ganz ohne Jammern!

Als ich eben auf der Karte geschaut habe, wo wir uns genau aufgehalten haben, fand ich noch zwei weitere Spielplätze eingezeichnet. Die Gegend bietet sich also im Sommer für Spielplatzhopping an, würde ich sagen.

oppenheim_LI.jpg

Den ersten Spielplatz kann ich für euren nächsten Oppenheimausflug besonders empfehlen. Mit Seilbahn und zwei Schaukeln, Spielturm, Minikarussell, Wippe… hübsch! Und direkt neben dem Tiergarten gelegen.

Beim zweiten Spielplatz (ebenfalls mit Seilbahn!) war die Kommunikation mit dem Spielplatzfunk die Hauptattraktion.

Es war ein Tag ganz nach meinem Geschmack: Zu Besuch bei tollen Leuten sein, die man nun schon seit Jahren kennt – und zugleich neue Eindrücke sammeln. Als ich nach unserer Heimkehr noch eine Stunde in netter Begleitung durch die Ebersheimer Weinberge ziehen konnte bis die Sonne untergegangen war, erhielt der Tag das Prädikat „perfekt!“.

2019… das wird ein Spaß! Sagt übrigens auch mein Glückskeks vom Neujahrstag. Und der muss es wissen.

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