Versteckte Innenstadtspielplätze (III): Das Piratenschiff an der Römerpassage

Der Sommer ist da! Hurra! Und damit stellt sich für viele spätestens jetzt die Frage, wo es das beste Eis in Mainz gibt. Eine ganz elementare Frage – und ich werde sie hier nicht beantworten. Ich persönlich bin da auch nicht besonders wählerisch… Ich Frage mich (gerade mit Kids im Schlepptau) ehrlich gesagt weniger „Welches Eis schmeckt am besten?“, sondern eher „Wo können wir es am besten genießen?“

In der Neustadt, bei N’Eis, stellt sich die Frage nicht. Klar, man verweilt mehr oder weniger lang zwischen all den anderen N’Eis-Touristen direkt vor Ort auf dem Gartenfeldplatz. Wer sein N’Eis in der anderen Filiale am Rhein kauft, der findet dort reichlich Platz zum sitzen und kann dabei Boote gucken. Die Eisdiele am Schillerplatz bietet sich eher zum Busse-gucken oder eine genauere Analyse des Fastnachtsbrunnens an. Wer sich eine Eisdiele in den Tiefen der Altstadt auswählt, der kann sich schön auf dem Innenhofspielplatz am Hopfengarten niederlassen. Aber was ist eigentlich mit der Eisdiele in der Römerpassage? Die ist mitten in der Stadt und daher auch mitten im Trubel. Drum herum gibt es ein paar Spielelemente (ein Karussell, diese lustigen Kreiselteile,…), aber eigentlich sind die Sitzgelegenheiten meistens bereits besetzt, wenn man dort ist. Deshalb hab ich heute einen kleinen Geheimtipp für euch – egal, ob mit oder ohne Eis:

Seitlich neben der Römerpassage verläuft die Klarastraße. Dort sieht man auch das LBS-Gebäude. Dann gibt es da noch einen fancy Möbelladen („Inside“). Und dazwischen, von einem Mäuerchen verborgen, befindet sich… Kunst!

In diesem innerstädtischen Hafen hat Liesel Mettens Piratenschiff seinen Platz gefunden – und wartet darauf, von kleinen Entdeckern bespielt zu werden.

Klar, es ist kein Abenteuerspielplatz zum stundenlangen verweilen, aber ich mag die Idee, dass Kunst bespielt werden kann. Es ist einfach mal etwas anderes. Keine herkömmliche Rutsche und kein normales Klettergerüst. Nein, sondern Rumturnen auf Bronze! Manchmal ist Weniger zudem tatsächlich mehr: Diese Skulptur regt die Phantasie an! Was meine Kids hier schon schön gespielt haben!

Schade ist nur, dass die Stufen hinter dem Spielplatz mittlerweile eingezäunt sind. Das macht es etwas ungemütlicher. Aber sie werden schon ihre Gründe gehabt haben… Versteckte Orte eben… Also nehmt eure Eisbecher wieder mit und hinterlasst alles ordentlich. Sonst zeichnet die Videokamera eure Missetaten auf. Positiv formuliert: Auf diesem Spielplatz seid ihr gut bewacht…

Für mich hat das Piratenschiff durchaus nostalgischen Wert, denn ich bin bereits auf meinen ersten Entdeckungstouren durch Mainz zufällig hier gelandet und war schon mit unserer Großen gerne mal dort, als sie noch klein war. Auch in den letzten Wochen hat es mich zwei-, dreimal hierher gezogen – entweder mit den Kids und einem Eis oder in Begleitung eines Buches. Amüsanterweise habe ich aber erst für diesen Blogeintrag nachgeforscht, wer eigentlich diese Liesel Metten ist, nach der in Nieder-Olm immerhin eine Schule benannt wurde. Nun weiß ich auch warum: Die knapp über 80jährige Künstlerin wohnt in Nieder-Olm! Direkt bei uns um die Ecke!

Es gibt natürlich noch manch anderes Werk von Liesel Metten im öffentlichen Raum zu entdecken. Die Nieder-Olmer Schafherde haben die Kids schon mehrfach bespielt. Und in Mainz ist bestimmt die Arche Noah recht bekannt, die am Winterhafen direkt am Rheinufer platziert wurde.

Kunst, die Spaß macht. Prima!

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