Museumsausflug nach Frankfurt: Is grey the new pink?

An diesem Wochenende ist die letzte Möglichkeit gewesen, sich im Weltkulturen Museum in Frankfurt mit dem Thema Älterwerden auseinander zu setzen. Schon bei unserem kulturanthropologischen Bildungsausflug ins Museum für Kommunikation hatte ich den Vorsatz gefasst, mir auch diese Ausstellung anzusehen. Nun wurde es also höchste Zeit und ich bin froh, dass ich es geschafft habe – sogar recht kurzfristig und mit zwei lieben Ladies als Begleiterinnen!

Ausstellungsimpressionen

Der Ausstellungstitel verhieß bereits die optimistische Herangehensweise an das Thema: Auch das Alter hat das Potenzial für Buntheit und Fröhlichkeit. In unserer Gesellschaft mit ihrem „Jugendwahn“ einen positiven Zugang zum Altsein zu finden, ist sicherlich eine Herausforderung. Den Ausstellungsmachern ist es aber an einigen Stellen ganz gut gelungen, solche positiven Zugänge zu finden – immer auch mit der Frage: Wann und wie ist man denn überhaupt „alt“? Dementsprechend war es gerade die Heterogenität der abgebildeten Menschen, die ins Auge fiel. Ja, sie waren alle mindestens 50 Jahre alt (meistens deutlich älter), aber doch so unterschiedlich, dass eine Botschaft der Ausstellung ganz klar lautete: „Altern ist so variabel wie Jungsein.“ Auch unter den Senioren gibt es die Hipsters, die Sportlichen, die Gemütlichen, die Ausgelassenen, die Einzelgänger und die Familienmenschen,… alles ist möglich. Auch jenseits der 60 kann man sich ein cooles Instagram-Profil zulegen. Und Unterwäschemodel sein. Theoretisch. Wenn man das will. Vielleicht macht man sich aber auch einfach mal locker und schraubt die Ansprüche an sich selbst herunter, um schlicht und einfach Zufrieden im Hier und Jetzt zu leben – solange es eben währt.

Und wie werde ich nun selbst zufrieden und gesund alt? Auch auf diese naheliegende Frage wollte die Ausstellung eine Antwort geben und verwies dabei auf Forschungen zu den so genannten „Blue Zones“, den Regionen der Welt, in denen die Menschen besonders oft richtig alt werden:

Um bis ins hohe Alter vital zu bleiben, solltet ihr entspannt sein und auch ein wenig spirituell, einen Sinn im eigenen Leben sehen, euch bewusst und fleischarm ernähren, wenig Alkohol trinken, euch viel bewegen und sozial gut eingebunden sein. Eigentlich gar nicht so schwer.

Das Rahmenprogramm: Flohmarkt und Futtern

Frankfurt überraschte uns heute mit dem Flohmarkt am Mainufer. Eher professionelle Verkäufer waren das dort, die alte Kameras, Lampen, Werkzeuge, Dekoartikel und sonstwas unters Volk bringen wollten. Kein Vergleich mit dem schönen Flohmarkt am Mainzer Rheinufer, den wir vor einer Weile besucht hatten. Dort war das Ambiente definitiv viel netter und es fand sich einiges Hübsches für wenig Geld und dennoch mit gutem Gefühl. In Frankfurt wurden zumindest meine beiden Begleiterinnen fündig und kauften eine sehr charmante Türglocke (ja, eine GLOCKE!) und ein paar Bücher für den Sohnemann.

Ich war eigentlich ganz froh, dass ich meinen Geldbeutel in der Tasche lassen konnte. Man muss ja nicht alles haben. Die Kinder glauben immer, Geld wäre irgendwie unendlich verfügbar – aber das ist es eben doch nicht. Daher: heute nur die Ausflugskosten, keine ungeplanten Extras! (Zugfahrt: 10 Euro, Snack nach dem Museum mit kühlem Getränk: 10 Euro, Spende fürs Museum weil heute freier Eintritt: 5 Euro, zweimal kaltes Wasser: 1,50 Euro – that’s it)

Mit dem Wetter hatten wir heute wirklich Glück. Klar, manch einem wird es wieder „viiiiel zu heiß“ gewesen sein, aber ich klage definitiv nicht über die letzten Sommertage. Nun kommt der Herbst und die Lebkuchenzeit… Auch schön, klar, aber der Sommer wird mir fehlen!

Wir waren nach unserem Ausstellungsbesuch enorm hungrig. Eigentlich hätte uns in diesem Zustand jede Imbissbude begeistern können (und es gab wirklich coole Lokalitäten auf unserem Weg, persische, asiatische,…), aber ich wollte so gern ins „Frittenwerk“ am Hauptbahnhof. Die Speisekarte hatte mich schon beim letzten Frankfurtausflug angelacht und so hatte ich meine Mädels bereits nach unserer Ankunft gefragt, ob wir später Pommes essen gehen können. Mein Antrag wurde freundlicherweise bewilligt. Wir entschieden uns alle für dieselbe Variante: Pommes mit Guacamole, Sour cream und Tomatensalat. Sehr, sehr lecker.

Das Ambiente im Laden war übrigens auch sehr schön. Mit hübscher Einrichtung und klugen Sprüchen wie diesem: „Pommes sind frittierte Sonnenstrahlen und deshalb gerade im Winter so wichtig!“ Aha!

Als wir um 17.17 Uhr in die S8 zurück nach Mainz stiegen, war ich zugegebenermaßen ziemlich platt. Daheim warf ich mich in die Hängematte. Der Abend mit den Kindern verlief noch sehr entspannt. Nun durfte auch mein lieber Mann einige Stunden mit Freunden umherziehen. Er fuhr zu einem Geburtstagsumtrunk auf den Mainzer Weinmarkt (ach, das war schön dort letztes Jahr…)

Zum Schluss der Tipp des Tages:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s