Jetzt ist Schluss mit dem Gejammer!

Da ist er endlich, der 22. September. Juhe!

Wieso ich mich freue? Die Sonne soll heute so schön scheinen wie am Samstag! Und Junior ist über Mittag auf einer Geburtstagsparty eingeladen (d.h. drei Stunden Freiheit für Mutti). Das sind schon zwei gute Gründe, um sich zu freuen. Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Und dieser Grund hat nun auch tatsächlich etwas mit dem Datum zu tun: am 22.9. beginnt mein „Jammer-Fasten“.

Ab heute hat es sich also ausgejammert. Zumindest probeweise. Ein netter Guru aus dem Süddeutschen, Peter Beer, leitet die „Challenge“ an. Es gibt etwa zwei Wochen lang täglich ein Video mit Tipps und Anregungen zur Selbstreflexion. Und ich bin mir sicher, dass es sehr verblüffend sein wird, sich seine Gedanken ganz explizit bewusst zu machen, insbesondere die negativen, in denen man sich durchaus verlieren kann.

Eigentlich bringt es nichts, sich zu beklagen, man verheddert sich nur in der eigenen schlechten Laune. Aber ja, ich weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht kommt sie doch, die gute Fee, die einem die Welt so hinzaubert, wie man sie gerade gerne hätte… Ich befürchte aber mittlerweile, dass die Jammern nicht gut findet und dann einfach nicht zuhört, weil sie der Tonfall nervt. Die gute Fee ist vermutlich keine Mutter. Bei meinen Kids klappt es ja mitunter doch, wenn sie mir die Ohren volljammern: „Ich hätte sooooo gern ein Eis“ oder „Das sind soooo viele Vokabeln“. Manchmal hilft es und Mama bringt Eis oder sagt: „Ja, mach das Buch zu. Morgen ist auch noch ein Tag.“ Oder ist das gar kein Jammern, sondern ein legitimer Wunsch bzw. eine nachvollziehbare Beschwerde? Eigentlich doch gut, wenn jemand seine (mitunter auch fordernden oder unangenehmen) Gedanken formulieren kann. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, zusammen eine Lösung zu finden. Erst wenn sich Dinge nicht ändern lassen oder der Andere zu faul/ängstlich/phantasielos ist, um sie zu ändern, aber immer wieder und wieder wehklagt, wie schlimm doch alles ist… dann nervt es irgendwann. Und Nervensägen machen sich auf Dauer unbeliebt. Dann haben sie noch mehr zu Jammern. Ein Teufelskreislauf…

(Gedanken, die ich nun vielleicht hätte, wenn ich sie nicht gerade mit einer Portion Humor runterspülen würde: „Oh, es ist schon nach Mitternacht. Ich werde bestimmt am Tag total müde sein und dann ganz dünnhäutig,… und sowieso… wer geht denn mittags mit mir spazieren? Muss ich wieder rumsuchen oder alleine gehen… Eigentlich wollte ich ja ein kluges Buch lesen… ach, die Zeit wird gar nicht reichen! Wie soll ich nur alles unter einen Hut bringen? Ich werde doch auch müde sein und in die Hängematte wollen…?!“ – Aber nein, das hab ich nun natürlich nicht gedacht!)

Schluss jetzt. Fertig gejammert. Ab ins Bettchen. 🙂

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