Erlebnisideen · Raus aus Mainz

Geheimtipp-Spielplatz in Nieder-Olm

Der Nieder-Olmer Spielplatz im Maler-Metten-Weg liegt ganz versteckt in einem Wohngebiet und ist ein echter Geheimtipp für alle Nicht-Einheimischen. Wir fahren gerne die wenigen Kilometer von Ebersheim hinab ins „Nieder-Olmer Tal“, um dort für eine Weile raus aus dem Alltag zu kommen und die Seele baumeln zu lassen. Am liebsten natürlich mit Freunden.

Heute war es wieder soweit: Mir fiel daheim die Decke auf den Kopf und es zog mich nach draußen. Es war ein heißer Tag und daher empfahl es sich dringend, nach einem schattigen Plätzchen zum Verweilen Ausschau zu halten. Vielleicht sogar in Kombination mit einem Eis…? Hier wäre der Spielplatz an der Kirche in Finthen natürlich meine klassische Wahl gewesen, schattig und schön – unsere alte Heimat. Aber bis nach Finthen wollte ich dann auch nicht fahren. Und so verschlug es Junior und mich mal wieder nach Nieder-Olm. Mit dabei: eine befreundete Mutti mit ihren beiden Jungs. Wir kennen uns noch aus der Kindergartenzeit unserer großen Mädels und ich hatte mich damals sehr gefreut, dass sie so ambitioniert waren, noch ein drittes Kind zu bekommen, das nun nächstes Jahr zusammen mit unserem 2014er-Jungen in die Schule kommt. Nun hat sich zwischen unseren Jungs trotz gleichem Kindergarten aber irgendwie noch keine so rechte Verbindung ergeben, was ich sehr schade fand. Und deshalb gerne ein wenig anstupsen wollte. Mit einem gemeinsamen Spielplatzbesuch.

Was zu beachten ist: Der Spielplatz hat eine Mittagspause – weil er ja mitten im Wohngebiet liegt. Bei einem unserer ersten Besuche standen wir tatsächlich vor verschlossener Tür. Diesmal haben wir das bei der Planung berücksichtigt und sind erst um 15 Uhr in Ebersheim gestartet. Ferienbedingt war auch das Parken in der Umgebung ganz unkompliziert. (An Schultagen könnte es vielleicht etwas enger werden, wenn einige Lehrkräfte des benachbarten Gymnasiums und der IGS mit ihren jeweils über 1000 Schülerinnen und Schülern oder manche Eltern ihre Autos irgendwo in der Gegend abstellen. Ich laufe ja gerne vom großen, kostenlosen Parkplatz am Schwimmbad rüber, damit ich auch ein paar Meter zu Fuß gehen darf.)

Das Highlight dieses Spielplatzes war verblüffenderweise bislang stets die unscheinbar wirkende Drehscheibe am Eingang. Es ist ein eigentlich schlichtes Gerät: Ein schräg angebrachtes Rad, das sich dreht. Mehr nicht. Aber dort lässt sich offenbar viel Spaß haben und lange verweilen. Vielleicht ist es auch der Seltenheitswert, weil es solch ein Gerät nicht allzu oft auf Spielplätzen gibt…

Apropos Seltenheitswert: Auch diese interessante Version einer Wippe, die ihr im nächsten Bild seht, habe ich im Raum Mainz sonst noch nicht entdeckt. Sagt zumindest meinem Junior aber auch nicht so zu. Eher etwas für die Große. Die Ecke, in der sich die Reifenwippe befindet, ist jedoch zugleich sehr gut für die Laufrad- und Bobbycarflitzer geeignet, immer im Kreis, auf und ab. Oder zum Fangen spielen mit kleinem Tunnelchen, das man aber nicht auf dem Bild sieht.

In luftige Höhen lässt es sich auch auf klassische Weise kommen: Mit ganz normalen Schaukeln. Auch für Minis dank Babyschaukel. Und dann ist da in der Mitte des Spielplatzes noch die Nestschaukel – bei wenig Betrieb ein schöner Hängemattenersatz für müde Eltern 😉

Bei unserem ersten Besuch auf diesem Spielplatz war Junior erst drei Jahre alt. Damals war die Eisenbahn sein klar bevorzugter Aufenthaltsort. Und auch die Rutsche daneben, ebenfalls von Sand umgeben. Oder das Wackeltier, das es heute auf keines der Fotos geschafft hat. Aber was ich sagen will, wird wohl deutlich: Ein wirklich schöner, weitläufiger Spielplatz für Kinder aller Altersklassen!

Das kleine Städtchen Nieder-Olm

Und drumherum? Hat Nieder-Olm noch mehr zu bieten – außer diesen schönen, schattigen Spielplatz? Klaro! Wer mehr von Nieder-Olm sehen will, hat es vom Spielplatz nicht weit in den Ortskern, wo ihr auf kleinem Raum im Wesentlich alles findet, was das Herz begehrt, oder sagen wir: was mein Herz begehrt. Eine Eisdiele im Sommer, eine kleine Buchhandlung, diverse Bäcker und ein Dönerladen, mehrere Supermärkte in verschiedenen Ecken des Innenstadtbereichs und unser Lieblingsdealer für Aufkleber und Bastelzeug (Tedi). Junior und ich mögen den Brunnen vor der katholischen Kirche und die Skulpturen der Mettens: Die Schafherde und den Bücherthron (bespielbare Metten-Kunstwerke gibt es einige in Mainz, z.B. das Piratenschiff in der Mainzer Innenstadt).

Und dann ist meine Familie natürlich noch gern im Nieder-Olmer Schwimmbad. Vor allem das Freibad ist wirklich nett! (Und zu Corona-Zeiten zudem enorm leer, weil hier aktuell mit Vorbuchungen gearbeitet wird und nur 500 Menschen ins Freibad dürfen, was sich wirklich gut verläuft.)

Was übrigens noch bedeutsam für Nieder-Olm ist: Eckes-Granini! Hier hat dieses große Unternehmen seine Zentrale und das ist sicherlich ein Grund dafür, dass es der Stadt – gerade im Vergleich zum „armen Mainz“ – ganz gut geht. Am besten also mit einer „einheimischen“ Tigerschorle oder einer Flasche Hohes C auf den Spielplatz gehen 🙂

Wer Lust auf Nieder-Olm-Impressionen hat: Vor ein paar Wochen hat der Künstler Waldemar Erz (www.waldemart.de) einen hübschen 9-minütigen Film gemacht, der sowohl die Stadt als auch seine Arbeitsweise zeigt. Er wohnt übrigens selbst in Nieder-Olm. Unsere Große und ich haben vor Jahren schon einen Workshop bei ihm besucht, um für ein paar Stunden in die kreative Welt abzutauchen, was sehr kurzweilig war.

Viel Spaß beim Nieder-Olm-Erkunden wünsche ich euch!

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