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Eine kleine Walddurchquerung: von Gonsenheim zum Budenheimer Spielplatz

Nutzt ihr den WhatsApp-Status eigentlich? Ich tue das manchmal selbst und schaue ihn mir recht regelmäßig bei meinen Kontakten an. Gelegentlich bekomme ich auf diese Weise wirklich gute Ideen für Ausflüge. So auch in diesem Fall: Eine Freundin teilte einen Spielplatz via Handy, auf dem sie den Sonntagnachmittag mit ihren Kindern verbracht hatte. „Wo ist denn der?“ erkundigte ich mich. „Am Lennebergwald, auf der Seite von Budenheim“, verriet sie mir. Ich machte mir eine mentale Notiz: Sehr gute Erweiterung für’s Gonsenheimer Spielplatzhopping!

Gestern hatte ich die Gelegenheit, den Budenheimer Spielplatz live in Augenschein zu nehmen. Allerdings ohne Kinder. Die waren in Kita und Schule, während ich mir einen gemütlichen Dienstag mit einer Freundin machte. Was ein Luxus: Morgens holte sie mich daheim ab und wir fuhren zusammen nach Gonsenheim, wo wir im ganz neuen Café „Nordliebe“ in der Breiten Straße gemütlich frühstückten und uns erzählten, was in den letzten Wochen und Monaten so im Leben passiert war. Im Anschluss liefen wir rüber zum Lennebergwald und entschieden uns für den grünen Rundweg: 6 Kilometer Waldbaden. Zwischendurch regnete es wohl auch ein wenig, aber wir bekamen davon fast nichts mit unter dem herbstlichen Blätterdach. Es war herrlich entspannend. Und als wir irgendwann vor einem Schild standen und uns fragten, wo wir nun eigentlich genau sein mochten, erinnerte ich mich an jenen Budenheimer Spielplatz. Müsste ganz in der Nähe sein. „Lass mal gucken, damit ich es für die Zukunft weiß“, wünschte ich mir. Meinem Antrag wurde stattgegeben. Wir bogen nochmal extra ab und fanden ihn auch direkt.

Ein Spielplatz, der das Prädikat „naturnah“ definitiv verdient. Es gibt zwar ganz traditionell auch zwei Schaukeln und ein Klettergerüst, aber der Rest sieht so aus, als wäre er vom Förster höchstpersönlich gebaut worden. Besonders fallen die Holztiere auf, ein Krokodil, ein Wal,… Und die Holzpfähle. Die regen die kindliche Fantasie hoffentlich auf andere Art und Weise an als meine. Ich dachte spontan: Ah, und hier werden die bösen Kinder festgebunden… Wenn wir eines Tages mit Junior dort sind, bin ich gespannt, ob ihm etwas anderes dazu einfällt. Hoffentlich. Vermutlich würde er in Anbetracht seiner aktuellen Fußball-Phase überdimensionierte Slalomhütchen darin sehen. Memo an mich: Ich sollte einen Ball mit auf den Ausflug nehmen. Auch, weil der Spielplatz durchaus weitläufig ist und Raum für einen kleinen Kick böte, wenn man das möchte. Und vielleicht auch, weil man – nach geradliniger Durchquerung des Lennebergwalds – exakt am Gonsenheimer Sportplatz rauskommt. Und ich da natürlich eine typische Yasmin-Vision habe: Mutti trinkt einen Latte Macchiato, die Jungs jagen dem Ball hinterher. Und danach zum Ausklang eine Runde Ziegen füttern im Gonsenheimer Wildpark. Ich finde, das klingt nach einem ganz hervorragenden Plan, den wir irgendwann im Laufe des Herbstes umsetzen sollten.

Mein Tipp wäre also folgender (hier in der Autoanreise-Version): Parkt in der Kapellenstraße, neben dem Gonsenheimer Sportplatz. Dort gibt es ganz viele Parkplätze. Und die Kids stürmen nicht direkt zum Wildpark – der ist nämlich auf der anderen Seite des Sportplatzes, also außer Sichtweit. In der kurzen Variante könnt ihr einmal geradeaus den Lennebergwald durchqueren, immer der Nase nach. So fallt ihr nach etwa 25 Minuten direkt auf den Spielplatz. Oder ihr baut noch ein bisschen Waldfeeling ein und geht vom Hauptweg ab, um die Kids im Wald spielen zu lassen. (Falls ihr wie ich tatsächlich Wert darauf legt, ein wenig zu Fuß zu laufen und vom Fleck zu kommen, dann würde ich die Waldabstecher erst für den Rückweg empfehlen, denn erfahrungsgemäß kann es im Wald leicht passieren, dass man nie an seinem eigentlichen Ziel ankommt, weil die Kids an jedem Stein, Stock, Blatt kleben bleiben… wie zuletzt im Binger Wald erlebt.) Und wenn ihr dann nach der Spielplatzeinheit zurück in Gonsenheim seid und noch nicht nach Hause wollte: Hier gibt es weitere tolle Spielplätze rund um den Tierpark, die Ziegen und Rehe und auch leckeres Essen. (Wir waren gestern Mittag im Wanderheim in der Kapellenstraße, wo ich sowohl die Salate als auch Schnitzel und Käsespätzle sehr empfehlen kann.)

Und wenn ihr diesen Ausflug gut findet und naturnahe Spielplätze mögt, dann ist definitiv auch die Gegend um die Grillhüte im Lennebergwald etwas für euch – siehe Blogpost hier.

Für Lauffaule, die den Budenheimer Spielplatz gezielt ansteuern möchten: Bei GoogleMaps ist das der Spielplatz in der Gonsenheimer Straße. So findet ihr ihn auf jeden Fall, egal von wo und wie ihr anreist.

Viel Spaß bei allem, was ihr tut – wo auch immer ihr gerade seid!

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