Erlebnisideen · Raus aus Mainz

Rundweg um Kloster Eberbach mit tierischen Highlights

Was ein schöner Sonnenschein heute! Da war es gut, dass die Familie von Juniors Kumpel uns mit nach draußen auf einen Ausflug entführte. So kamen wir heute sehr zufällig zum Kloster Eberbach und waren angetan von dem sehr hübschen Rundweg – mit tierischen Highlights!

Folge dem kleinen Häschen… ein Herbstrundgang

Fast 40 Minuten dauerte die Autofahrt zum Kloster Eberbach. Unser Junior fuhr bei seinem kleinen Kumpel im Auto mit, so dass mein Liebster, die Große und ich unterwegs die Ruhe genossen und Radio statt Hörspiel hörten. Ich träumte vor mich hin. Und schwupps, waren wir schon da. Direkt vor dem Kloster gibt es einen ordentlichen Parkplatz. Dass man dort 4 Euro für ein Tagesticket zahlen soll (dem Schild nach kommen die Parkgebühren dem Kloster zugute), stellten wir allerdings erst fest, als wir am Ende des Ausflugs wieder zurück zu den Autos kamen… Wir hatten zu Beginn einfach nur die Rücksäcke gepackt und waren den Jungs rasch in den Wald hinterher gelaufen, damit sie nicht abhanden kommen. Von Beginn an sympathisierte ich mit dem „Häschen-Weg“ und freute mich dann wie ein Kind, als wir diesem Weg tatsächlich in weiten Teilen folgten.

Wandern Koster Eberbach

Die andere Familie, mit der wir unterwegs waren, kannte den Weg. Wir mussten uns also um nichts kümmern und spazierten einfach mit. Sehr angenehm. Und ohnehin wurde es ein wirklich prima Ausflug dank mehrerer Erfolgsfaktoren, die im Grund sehr simpel klingen: 1. Schönes Herbstambiente mit bunten Blättern im Sonnenschein 2. Nette Menschen an unserer Seite 3. Zufriedene Kinder.

Letzte Woche waren wir im Ober-Olmer Wald spazieren, sonst zieht es mich am ehesten in den Gonsenheimer Wald, wenn ich wirklich mal ein Bedürfnis nach Bäumen habe – was gar nicht so oft der Fall ist, weil ich „Wald“ insgesamt eher eintönig finde. Vielleicht, so dachte ich heute, war ich bislang aber nur im falschen Wald, denn unser Rundgang ums Kloster Eberbach herum war wirklich besonders hübsch. Offenbar bin ich ein Eichenwald-Typ… Meine Lieblingsszenerie habe ich versucht, auf dem nachfolgenden Foto festzuhalten. Seht ihr das auch, wie auf der linken Bildseite atmosphärischer Herbst ist und – schwupps – direkt daneben der zartgrüne Frühling einsetzt? Ein großartiger Kontrast war das.

Die 6jährigen hatten Spaß zusammen und liefen völlig unkompliziert mit – ohne auch nur ein einziges Mal zu fragen, wann wir „endlich da“ sind bzw. wann wir „endlich wieder heim fahren“. Gott sei Dank. Stattdessen freudige Abenteuerlust und Entdeckergeist. Egal, wie matschig die Hosen danach waren: Waldbodenrutschen, Blätterschlacht, Wettrennen, Klettern,… Ausgelassenheit.

Die Kisselmühle & Kloster Eberbach

Nach etwa zwei Dritteln des Weges kamen wir an die Kisselmühle, eine Farm mit ausgefallenen tierischen Zeitgenossen: Ganz viele Lamas, Kamele, Rentiere und – wow! – weiße Kängurus! Direkt an der Lama-Koppel ließen wir uns an einer sonnigen Picknickbank nieder und snackten unseren Proviant. Was ein Leben!

Die Große überlegte bereits, ob Lamas nicht doch coole Haustiere wären… und ich fühlte mich wieder an das Schaf-Café erinnert, dass wir vor zwei Jahren in Südkorea besucht haben: Dort gab es neben tollen Waffeln und diversen Kaffeespezialitäten auch zwei wunderschöne, flauschige Schafe. Bei dieser Erinnerung kommen tierliebe Mädchen am Rande einer Lama-Koppel natürlich schnell auf die Idee, dass so ein Konzept auch in Deutschland funktionieren könnte…

Der Weg vom Hofladen und dem Haupthaus der Kisselmühle bis zu den Stallanlagen weist noch eine weitere Besonderheit auf: Ganz viele Aphorismen. Zitate von Pipi Langstrumpf, Albert Einstein, Henry Ford,… viele Klassiker darunter und ein paar, die ich noch nicht kannte. Ich lese solche kleinen „Weisheiten“ ohnehin gerne – aber auf einem Spaziergang an diesen vorbei zu schlendern, hatte eine besonders hübsche Qualität.

Am Ende gelangten wir wieder zum Kloster Eberbach. Eine Tür in der Mauer ließ sich öffnen und führte uns direkt zum Kinder-Highlight der Klosteranlage: Der großen Rutsche. Daneben: Glocken. Biiiimmmm. Und die vermutlich ungleichmäßigste Treppe, die ich seit Langem gegangen bin. Gewiss nicht TÜV-geprüft, dafür aber bemerkenswert anders.

Spielplatz Kloster Eberbach Rutsche

Ein schönes Event, das ich beim nachträglichen Recherchieren auf der Website des Klosters fand, sind die angebotenen Kerzenführungen. Die nächste ist – sofern Corona es zulässt – für Anfang Dezember angesetzt. Auf solch eine Kerzenführung hätte ich wirklich Lust – und am Vorabend schauen wir zur Einstimmung mit der Großen „Im Namen der Rose“. Die Innenaufnahmen wurden nämlich hier im Rheingau gemacht, im Kloster Eberbach. Schon bekommt so ein scheinbar ödes Kloster in Teenie-Augen doch noch einen gewissen Charme… Nun ja, eines Tages kommen solche schönen Gelegenheiten und Momente bestimmt wieder. Bis dahin machen wir coronakonforme Spaziergänge und Mini-Events im kleinen Kreis. Ist auch schön, wie der heutige Tag beweist.

Kloster Eberbach

Nach etwa zweieinhalb Stunden kamen wir wieder an den Autos an. Die Jungs vergnügten sich noch daheim zusammen. Ein gelungener Samstagsausflug und ein Rundgang, den ich euch wirklich empfehlen kann!

Lamas Kisselmühle

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