Mainz!! · Stadtteiltipps

Frühlingstag mit Freunden: Der Spielplatz in Laubenheim

Nach einem trüben Freitag war die Sonne am Samstagmorgen zurückgekehrt. Ein ganzes Wochenende lag vor uns. Völlig unverplant, voller Gestaltungsspielraum. Was tun? Die Kinder begannen den Tag im Gammelmodus und insbesondere Junior hätte ganz sicher bevorzugt, stundenlang vor irgendwelchen Bildschirmen zu sitzen, um sich beflimmern oder beschallen zu lassen. Ähm… nö! Keine Option! Also kam ich schnell zu dem Schluss: Wir müssen raus aus dem Haus. Noch besser: Raus aus dem Ort. Ein wenig Abwechslung würde uns sicherlich gut tun.

Junior hatte bereits eine Idee: Eis essen in der Mainzer Innenstadt. Ein echter Mama-Sohn-Klassiker. Allerdings zog ich diese Ausflugsmöglichkeit nur für den Nachmittag in Erwägung, denn… nun ja… Eis schon am Vormittag? Zumindest in dieser Hinsicht bin ich doch tatsächlich noch konventionell und vernünftig (meistens). Außerdem wünschte er sich einen Spielgefährten. Zwar ist Mutti auch eine freundliche Begleitung, aber eben kein Freund, sondern nur eine mittelmäßig interessante Erwachsene, mit der es sich auf einem Spielplatz nicht vergleichbar herumtoben lässt. Ich kann ihn schon nachvollziehen… und so versuchte ich, ihm einen Freund herzuzaubern. Das ist so spontan gar nicht einfach. Ich kann ja nicht fünf Menschen gleichzeitig fragen, ob sie heute zufällig nichts vorhaben, sondern sende die Anfragen nacheinander, warte auf Zu- oder Absagen,… An diesem Samstag hatten wir wahnsinnig Glück. Ich hatte eine langjährige und sehr liebe Arbeitskollegin angefragt, ob ihr zufällig langweilig sei und sie Lust hätte, mit ihren Jungs und uns etwas zu unternehmen…?! Sie rief mich ein paar Minuten später an und wir verabredeten uns für 11 Uhr in Laubenheim, auf dem Spielplatz an der Rüsselsheimer Allee. Sie reisten mit den Fahrrädern an, wie cruisten über die Autobahn. „Mit welchem Freund treffen wir uns denn?“, fragte Junior. „Heute lernst du einen neuen Freund kennen!“, antwortete ich – und hoffte, dass die beiden Jungs sich gut verstehen und auch der noch-dreijährige Bruder gut mitlaufen würde. Meine Arbeitskollegin und ich hatten uns das letzte Mal mit den Kids getroffen als unsere heutigen Vorschulkinder damals zwei oder drei Jahre alt waren.

Ich kann vorwegnehmen, wie es ausging: Als wir uns verabschiedeten, fragten die beiden direkt, ob wir uns nicht direkt morgen wieder treffen können. Strike! Sie hatten mehr als drei Stunden ganz wunderbar miteinander gespielt, Unfug getrieben, entspannt zusammengesessen – als würden sie sich schon ganz lange kennen. Die Aufwärmphase zu Beginn hatte circa drei Minuten gedauert. Der jüngere Bruder fand auch noch eine Spielkameradin und war ebenfalls happy. Ein guter Start ins Wochenende! Und ein schönes Wiedersehen für uns Mädels, die wir uns ja seit November nicht mehr im Büro begegnet sind, weil wir alle im Homeoffice weilen müssen. Todesmutig begrüßten wir uns trotz der aktuellen Situation mit einer Umarmung. Hab mal gehört, das ist gut für’s Immunsystem… Dann noch ein Heißgetränk vom 5 Minuten entfernten Bäcker, ein Keks dazu aus dem Picknickrucksack – voilà. Herz, was willst du mehr? Eigentlich perfekt: Netter Mensch an meiner Seite, glückliche Kinder, Sonnenschein, keine Eile,… So sieht Frühling aus!

Nun für euch noch neben meinem eher persönlichen Erlebnisbericht ein paar Infos zum Spielplatz: Es ist ein sonniger und abwechslungsreicher Spielplatz, mit vielfältigen Spielgeräten. Eine Besonderheit ist sicherlich das Boot im Sandkasten. Nicht wirklich aufregend, aber einfach sehr niedlich – mit Fernrohr. Schön für Rollenspiele. Auch das Karussell war heute lange Aufenthaltsort der Kids – ebenso die Nestschaukel, die sie für ein Picknick nutzten. Außerdem gibt es das obligatorische große Spielturmgebilde zum Klettern, Rutschen, Rumtoben und zudem etwas Gebüsch zum Verstecken und waldgeistern. Der Spielplatz ist mittelgroß und dadurch angenehm übersichtlich, zugleich allerdings vielfältig genug.

Und weil der Spielplatz etwas versteckt liegt, hier als kleiner Hinweis: In der Rüsselsheimer Allee gibt es einen Bücherschrank. Der Weg daneben führt euch zum Spielplatz!

Ebenso gut wie der Spielplatz selbst ist die Infrastruktur drumherum: Direkt ein paar Meter weiter befindet sich eine Eisdiele und auch der Nahkauf ist quasi um die Ecke. Kaffee holen beim Bäcker war mit 4 Minuten Fußweg verbunden. Außerdem erzählte mir meine Begleiterin, dass in 5 Minuten Entfernung noch ein weiterer schöner Spielplatz in der Alexander-Flemming-Straße ist. Den werde ich gewiss beim nächsten Mal ansteuern. Übrigens: Auch das Tobolino, der Mainzer Indoor-Spielplatz ist in Laufnähe. Wir haben Indoor- und Outdoor-Spielplatz schon mehrfach kombiniert – früher, in Prä-Corona-Zeiten, als das Tobolino offen war,… also 2019 (Wahnsinn! Die Zeit vergeht!) Hoffentlich können wir die Kombi auch 2021 nochmal erleben und das Tobolino übersteht diese schwierige Zeit. Ich habe Junior jedenfalls versprechen müssen, dass wir direkt wieder hingehen, wenn es wieder öffnet. Und dann nehmen wir ganz gewiss seinen neuen Kumpel mit!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s